Radarfallen Blitzen Freisteller

Neue Strafe bedeutet großen Ärger

Von: oha
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Freude an der Beute aus dem Einbruch währte nicht lange. Nach einem Tipp durchsuchte die Polizei die Wohnung des Täters und stellte einen Flachbildfernseher im Wert von 1200 Euro sicher.

Am Donnerstag gab es zudem vor Gericht die Quittung für die Straftat: eine Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung.

Das relativ milde Strafmaß ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass der Angeklagte den Einbruch voll und ganz zugab und in der Vergangenheit nur zwei Geldstrafen wegen Drogenbesitzes aufgebrummt bekommen hatte.

Nach Ausführung der Staatsanwaltschaft war er im August 2009 mit einem Kumpel durch den Keller in das Wohnhaus in Kreuzau eingestiegen. Auf das Tatobjekt hatte eine Ex-Freundin des Kumpels das Duo gebracht. Sie hatte zuvor in besagtem Haushalt bereits ein Handy mitgehen lassen und fuhr das Einbrecher-Duo in der Tatnacht auch nach Kreuzau. Während sich der Angeklagte den Fernseher aneignete, nahm sein Begleiter ein Navigationsgerät im Wert von 199 Euro sowie zwei Ehrenzeichen der Bundeswehr und eines der Nato mit.

Auch der zweite Straftäter wurde gefasst, er verbüßt derzeit wegen gravierender Vorstrafen eine dreijährige Haftstrafe in einer Düsseldorfer Haftanstalt.

Der jetzt in Düren angeklagte arbeitslose Glaser stritt vor Gericht ab, noch etwas mit Drogen zu tun zu haben. Was ihm der Staatsanwalt nicht so richtig glauben wollte. Er forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, selbst unter Berücksichtigung des Geständnisses. Der Verteidiger des Angeklagten verwies darauf, dass zwischen der Tat und der Gerichtsverhandlung immerhin zwei Jahre verstrichen seien: „Die Strafe sollte ja eigentlich immer auf dem Fuße folgen.”

Seither sei sein Mandant nicht mehr straffällig geworden. Auch der Rechtsanwalt verwies auf das Geständnis seines Schützlings und forderte eine Strafe von maximal acht Monaten.

Das Gericht unter Vorsitz von Hans-Georg Wingen verhängte neun Monate. Der Richter sprach dem Angeklagten ins Gewissen: „Ihnen muss klar sein, dass eine neue Strafe großen Ärger bringt und Sie vielleicht ins Gefängnis müssen.” Um dem Angeklagten den Weg in ein straffreies Leben, womöglich mit Job, zu erleichtern, wurde ihm ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert