Düren - Neue Orgel eingeweiht

Neue Orgel eingeweiht

Von: kin
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Regional- und Annakantor Hans-Josef Loevenich hatte die Gesamtleitung des wunderbaren Festkonzertes zur Orgelweihe. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Vielleicht war Regionalkantor Hans-Josef Loevenich der glücklichste Mensch in der Annakirche. „Das ist heute ein denkwürdiger Tag”, rief Loevenich den über 1000 Männern und Frauen zu, die ebenfalls in das große Gotteshaus gekommen waren, um ein ganz außergewöhnliches Konzert zu erleben.

Daniel Roth, der „Beckenbauer unter den Organisten” aus Frankreich, der Langerweher Konzertpianist Heribert Koch, das Dürener Kammerorchester und der Frauenkammerchor „AnnaBells” boten ganz außergewöhnliche Klänge beim „Festkonzert zur Orgelweihe” der neuen Metzler-Orgel. Es war ein Abend, bei dem zur Genüge „Danke” gesagt wurde, dem Architekten Andreas Lebender, den Ogelbauern der Firma Metzler aus der Schweiz, den unzähligen Sponsoren und Helfern aus der Gemeinde St. Anna. „Wir sagen Danke”, so Hans-Otto von Danwitz, „für ein grandioses Instrument, das die Orgellandschaft im Kreis Düren und im gesamten Bistum Aachen bereichern wird.”

Eröffnet wurde der Abend in der Annakirche mit einer Welturaufführung. Heribert Koch und Daniel Roth hatten sich vor einiger Zeit getroffen, sehr schnell war eine gemeinsame Wellenlänge entdeckt worden und Roth erklärte sich bereit, für das Festkonzert in der Annakirche einen Satz für sein Werk „Licht im Dunkel” zu komponieren. „LAmour” heißt das beeindruckende Musikstück, das am Sonntagabend uraufgeführt wurde.

Sicher boten Solisten, Chor und Orchester dem Publikum mit dem modernen Stück fremde, manchmal vielleicht sogar schwierige Klänge, trotzdem hat es sich gelohnt, sich auf das ungewöhnliche Werk einzulassen. Die Musik war voller Kontraste und beeindruckte mit Klangcharakter, Farbigkeit und Intensität. Das Orchester funktionierte wie eine einzige große Orgel, die Orgel im Gegenzug als Orchesterinstrument.

Nach „Licht im Dunkel” von Daniel Roth erlebten die Zuschauer in der voll besetzten Annakirche Klänge von die „Messe des Pecheurs de Villerville” für Frauenchor und Orchester von Gabriel Fauré und André Messager sowie die „Sinfonie Nr. 3 in c-moll”, besser bekannt als „Orgelsinfonie” von Camille Saint-Saens.

Das Konzerprogramm war bestens zusammen gestellt, weil es auf ganz wunderbare Weise alle musikalischen Facetten der neuen Orgel zum Ausdruck brachte. Die Orgel war als Orchesterinstrument, als Chorbegleiterin und als fulminantes Soloinstrument zu erleben.
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