Neue Kunst und alte Meister

Von: fjs
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Viel Farbe und Gelegenheitsmotive: Myriam Tybislawski-Schnitzler sieht in dem Merzenicher Wasserturm einen idealen Ort zur Präsentation ihrer Bilder. Foto: Fred Schröder

Merzenich. Schon vom Ambiente ist die Künstlerin hellauf begeistert: „Das Aufhängen der Bilder in dieser Umgebung ist alleine schon ein Erlebnis“, schwärmt Myriam Tybislawski-Schnitzler vom Wasserturm in Merzenich.

Der Verein „Kultur und Denkmal Merzenich“ räumt der Künstlerin aus Frechen an drei Tagen die Möglichkeit zur Vorstellung ihrer Werke ein: Am Sonntag, 1. September ist um 16 Uhr Eröffnung; am Samstag, 7. September, von 16 bis 18 sowie am Sonntag, 8. September, von 11 bis 18 Uhr, können die Kunstfreunde die Stufen erklimmen, um im Alten Wasserturm die farbenfreudigen Bilder der in Köln geborenen Malerin zu genießen.

„Farbe trifft Leinwand“ so nennt Myriam Tybislawski-Schnitzler die Ausstellung und bekennt sich mit ihren Bildern zu den Gedankengängen der alten Meister, die ihre Ansichten auf verschiedenstem Untergrund festhielten. Diese Techniken der Malerei überführt die Künstlerin in moderne Acrylmalerei. Ohne thematische Festlegung lässt sich die Arbeit von Myriam Tybislawski-Schnitzler grob in zwei Kategorien einteilen: Die inszenierte Malerei, in der ein banales Objekt winzig und/oder witzig in Szene gesetzt wird. Wie der alte Gartenzwerg, dem ein Missgeschick die Beine raubte. Zum anderen sind es Motive, die aus eigenen oder fremden Fotografien entlehnt wurden.

Immer wieder neue Details

Es sind manchmal auch Handyschnappschüsse, wie der Parkplatz vor dem Discounter im Regen, die Kinder im Planschbecken oder die vereiste Pfütze im Wald.

„Vorausgesetzt, der Betrachter lässt sich ein, hat er die Möglichkeit immer wieder neue und andere Details zu betrachten…“, so die Künstlerin, die gerne eine befreundete Kollegin zitiert, die da meint, „in diesen Bildern kann man spazieren gehen…“

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Köln kam Myriam Tybislawski-Schnitzler erst 1995 zur Malerei und besuchte insbesondere Seminare über die Techniken alter Meister.

Der Besuch von Seminaren an der Europäischen Kunstakademie Trier sowie in Bonn und Umgebung ist für sie auch heute noch üblich.

„Wir geben bewusst Künstlerinnen und Künstlern aus der Region Raum“, so Gottfried Schwarz, der Vorsitzende des Merzenicher Vereins Kultur und Denkmal. Dabei legt man Wert auf Kunst, die relativ gegenständlich und vom Betrachter leicht aufzunehmen ist und die in das Ambiente des Alten Wasserturmes passt.

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