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Neue Glasfaserkabel: Düren macht das Internet schneller

Von: Burkhard Giesen
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In Merken haben die Arbeiten bereits begonnen: Für das Glasfaserkabel ist ein zweiter Verteilerkasten notwendig. Foto: Burkhard Giesen
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Setzen auf schnellere Internetverbindungwen in Düren: Soco-Geschäftsführer Stephan Fuß, Cord Meyer von der Leitungspartner GmbH, für breitband, Gutachter Helmut Haag, Hans-Hubert Victor und Heinz Mannheims von der städtischen Wirtschaftsförderung und Bürgermeister Paul Larue (von links). Foto: Burkhard Giesen

Düren. Wettbewerbe im Hochgeschwindigkeitssurfen würde man in Düren wohl nicht unbedingt veranstalten können. Zumindest nicht außerhalb der Innenstadt. Für rund 1,5 Millionen Euro wird derzeit die Breitbandversorgung in fünf Dürener Ortschaften ausgebaut – per Glasfaserkabel soll schnelles Internet mit bis zu 64 Megabit pro Sekunde künftig in Merken, Berzbuir, Birgel, Kufferath und Konzendorf Realität werden.

Die Initiative ist nicht neu. Bereits im Februar 2012 hatte die städtische Wirtschaftsförderung um Heinz Mannheims ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Breitbandversorgung in der Stadt zu untersuchen. Das Ergebnis: In Dürens Randlagen gibt es bei den Übertragungsraten deutliche Defizite. „Die Versorgung mit schnellem Internet ist ein erhebliches Standortkriterium“, so am Donnerstag Dürens Bürgermeister Paul Larue bei der Vorstellung des Projektes. Wichtig sei das für Unternehmen, „vor allem aber auch für junge Familien“, wie Larue betonte.

Um das Internet in Düren quasi anzukurbeln, hat es eine Ausschreibung zum Ausbau des Netzes gegeben. Umgesetzt wird das Projekt nun gemeinsam von der Leitungspartner GmbH – ein Tochterunternehmen der Dürener Stadtwerke – und der Birkesdorfer Firma Soco Network Solutions. Gemeinsam werden sie 15 Kilometer Glasfaserkabel in Düren verlegen, um so in den fünf Ortschaften für Highspeed-Verbindungen zu sorgen. „Die Verbindung wird schneller sein als das, was derzeit in der Innenstadt verfügbar ist“, verspricht Soco-Geschäftsführer Stephan Fuß, der bereits in 29 Ortschaften im Kreis Düren entsprechende Angebote umgesetzt hat.

Dabei wird das Glasfaserkabel nicht bis zum Endkunden verlegt, sondern nur bis zum Kabelverzweiger. Der zweite Schritt, das Glasfaserkabel bis ins Haus zu legen, ist noch Zukunftsmusik. Dennoch reicht das aus, um die Übertragungsraten deutlich zu erhöhen und über den Mindestanforderungen zu liegen. Immerhin wird die Maßnahme mit Mitteln des Landes und der Stadt gefördert. Rund 550.000 Euro der insgesamt 1,5 Millionen Euro an Kosten kommen vom Land, weitere 60.000 Euro trägt die Stadt Düren.

Deswegen muss auch sichergestellt sein, dass 95 Prozent der Haushalte eine Übertragungsrate von mindestens zwei MB pro Sekunde garantiert wird. Soco-Geschäftsführer Stephan Fuß: „Wir dürften bei rund 97 Prozent aller Haushalte liegen, denen wir 25 MB pro Sekunde garantieren können.“ Bis Oktober müssen die Gelder verbaut sein. In Merken haben die Arbeiten bereits begonnen, als nächste Ortschaft folgt Konzendorf.

Der Haken an der Sache: Wer auf das schnelle Internet zugreifen möchte, muss bisherige Verträge kündigen und zu Soco Network Solutions wechseln, die in unterschiedlichen Tarifen unterschiedliche Geschwindigkeiten anbieten. Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims sieht darin aber nicht unbedingt ein Problem: „Die Nachfrage ist erkennbar da. Und die Alternative wäre gewesen, das Netz nicht auszubauen.“

Ob weitere Ortsteile per Glasfaser angeschlossen werden können, ist noch unklar. Hier will man abwarten, ob das Land weitere Fördermittel bereit stellt. Allerdings wird die Stadt darauf achten, dass in Neubaugebieten künftig Leerrohre verlegt werden, um künftig kostengünstiger Kabel verlegen zu können.

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