Neue Freunde aus ganz Europa: Gefunden in Langerwehe

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Für die Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe und ihre Lehrer war der Auftakt des dritten Comenius-Projektes, an dem die Schule teilnimmt, eine sehr gelungene Sache. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. „Am liebsten möchte ich nach Polen“, sagt Anna-Lena Uchyla (13). „Weil da meine Austauschschülerin auch hergekommen ist.“ Anna-Lena ist Schülerin der Jahrgangsstufe sieben der Europaschule in Langerwehe und eins von 30 Kindern, die an dem aktuellen Comenius-Projekt „Natural Wonders in Europe“ teilnehmen.

Comenius-Projekte sind immer europaweite Aktionen, diesmal machen insgesamt elf Schulen aus Irland, Island, Portugal, Spanien, Frankreich, Dänemark, Lettland, Polen, Zypern, der Türkei und eben aus Langerwehe mit. 

Klaus Dauven, Lehrer an der Europaschule: „Gemeinsames Thema dieses Comenius-Projektes sind Nationalparks, für uns natürlich der Nationalpark Eifel.“ Zum Auftakt des Projektes waren jetzt Jugendliche aus acht der teilnehmenden Länder in Langerwehe, auf dem Programm standen Ausflüge in den Nationalpark, Gespräche mit den Rangern. Die jungen Leute waren in Gastfamilien untergebracht. „Wir mussten uns die ganze Zeit auf Englisch unterhalten“, sagt Rosarius (13). „Aber das hat eigentlich sehr gut funktioniert.“

Natürlich ist das Comenius-Projekt „Natural Wonders in Europe“ viel mehr als gegenseitige Besuche. Jörg Mennecke, Lehrer der Europaschule Langerwehe: „Das Thema Nationalpark wird immer wieder im Unterricht behandelt. In Gesellschaftslehrer beispielsweise oder auch in Biologie.“ Die 30 Siebtklässler aus Langerwehe, die an dem Comenius-Projekt teilnehmen, treffen sich einmal in der Woche, um zum Thema Nationalpark zu arbeiten. Lehrerin Susanne Nehls-Bhayani: „Die Schüler müssen zum Beispiel regelmäßig englischsprachige Artikel über ihre Projektarbeit für einen Newsletter schreiben. Darüber hinaus wird unter anderem auch ein Interview mit einem Nationalpark-Ranger gefordert.

„Dieses Projekt“, sagt auch Schulleiter Heinz Moll, „ist eine ganz neue Dimension von Comenius. Ökologie und Umweltschutz sind Themen, die unsere Schüler wirklich interessieren. Finanziell ist ‚Natural Wonders in Europe‘ komplett abgesichert, und die Bereitschaft unserer Schüler und deren Familien mitzumachen, ist enorm hoch.“ Hinzu kommt noch, dass die Europaschule in Langerwehe gerne Nationalparkschule werden möchte.

Heinz Moll: „Wir haben uns um dieses Siegel beworben. Bis es zu einer Entscheidung kommt, wird noch einige Zeit vergehen.“ Grundsätzlich ist Heinz Moll aber davon überzeug, dass die intensive Arbeit zum Thema Nationalpark im Rahmen des Comenius-Projektes sich positiv auf die Zertifizierung auswirken wird.

Im Januar werden die Projektteilnehmer aus Langerwehe sich in einer Videokonferenz mit ihren Mitstreitern aus Dänemark über ihre Arbeit austauschen. Vorher müssen sie noch Weihnachtskarten zum Thema Nationalpark basteln und verschicken. Im Februar steht dann der erste Gegenbesuch an, dann erwarten die Projektpartner aus Spanien die neuen Freunde aus Europa. Vielen der Langerweher Schüler geht es aber so wie Anna-Lena. sie wissen noch nicht genau, wo sie hinfahren möchten. „Eigentlich ist das Ziel egal“, sagt Noah. „Es ist einfach cool, ein anderes Land kennenzulernen.“

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