Neue Enthärtungsanlage: Langerweher Wasser soll weicher werden

Von: kin
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Langerwehe. „Wir wollen etwas für die Bürger tun”, sagt Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Das Langerweher Wasser soll weicher werden.” Derzeit hat das Wasser der Töpfergemeinde einen Härtegrad von 21,4 Grad deutsche Härte (zum Vergleich: das Dürenern Wasser hat 10 Grad). Die Folge: Das Wasser ist äußerst kalkhaltig.

Heinrich Schumacher, Betriebsleiter des Wasserleitungszweckverbandes (WZV) in Langerwehe: „Der Härtegrad unseres Wassers hat in den vergangenen Jahren noch zugenommen. Dagegen wollen wir etwas tun.” Eine Enthärtungsanlage die an der Gewinnungsanlage in Wenau eingebaut werden soll, soll dafür sorgen, dass sich der Härtegrad des Langerweher Wassers halbiert.

Erste Gespräche mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren und der Bezirksregierung Köln seien sehr positiv verlaufen, so Schumacher. „Jetzt muss nur noch die Verbandsversammlung über die Anschaffung der Membranfiltration entscheiden.”

Schumacher ist genau wie Bürgermeister Göbbels, Rolf Kurth, Vorsitzender des Betriebsausschusses und Jakob Kuckertz, Vorsitzender der verbandsversammlung, zuversichtlich, dass die Verantwortlichen sich für die Investition in Höhe von etwa zwei Millionen Euro entscheiden.

„Wenn alles klappt”, so Schumacher, „können wir die Anlage schon Ende 2013 in Betrieb nehmen.” Ein Ingenierubüro ist bereits jetzt mit vorläufigen Planungsarbeiten betraut. Geprüft werden muss unter anderem, wie sich das enthärtete Wasser auf das bisherige Rohrnetz auswirkt.

Rolf Kurth rät daher auch allen Kunden des WZV, mit der Anschaffung einer privaten Wasserenthärtungsnalage zu warten. Die neue Membranfiltration wirkt sich auch auf den Wasserpreis in Langerwehe aus. „Voraussichtlich”, so Heinrich Schumacher, „wird der Wasserpreis um 20 bis 30 Cents pro Kubikmeter erhöhen.” Bislang kostetder Kubikmeter Frischmasser 1,04 Euro.

Der WZV versorgt 5680 Hausanschlüsse (18.000 Menschen) mit Wasser. Die Kunden kommen aus Langerwehe, Lucherberg sowie Echtz und Konzendorf. Pro Jahr fließen 755.000 Kubikmeter Wasser. Ist die Anlage gebaut, soll sie auch über den Verkauf von Wasser an die Stadtwerke Düren refinanziert werden. 120.000 Kubikmeter kann der WZV abgeben. Darüber hinaus werden die 1976 errichteten Behälterkammern am Hochbehälter Schönthal saniert. Die Kosten dafür liegen bei rund 500.000 Euro.
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