Neue Elterninitiative platzt aus allen Nähten

Von: elfa
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Jana Kinas, Valentina Nagel und Julia Paul von der Elterninitiative Düren hoffen auf viele Unterstützer für ihre geplante neue Kindertagesstätte. Foto: Elmar Farber

Düren. „Wir haben ein großes Problem”, sagt Jana Kinas vom Verein Elterninitiative Düren. Während andere Vereine über Mitgliederschwund klagen, besteht die Schwierigkeit für die Elterninitiative darin, geeignete Räumlichkeiten für die immer größer werdende Zahl an Interessenten zur Verfügung zu stellen.

Im August 2007 hat sich der Verein als Selbstorganisation von Russlanddeutschen, Aussiedlern und Spätaussiedlern mit dem Ziel gegründet, schulische und gesellschaftliche Integration der Migranten zu fördern.

Neben Angeboten zur Hausaufgabenhilfe bietet der Verein unter anderem auch Förderunterricht (Deutsch, Russisch, Mathematik, Handmotorik, Kommunikationstraining, Logopädie und Eurythmie) an und veranstaltet die „Elternakademie”, die sich mit aktuellen Erziehungsfragen beschäftigt.

Nachdem man 2007 noch im kleinen Kreis angefangen hatte, wuchs der Verein schnell an und zählt inzwischen rund 150 Mitglieder (davon 70 Familien). Untergebracht ist die Elterninitiative derzeit in einem Schulcontainer auf dem Gelände des Berufskollegs Kaufmännische Schulen an der Euskirchener Straße. „Wir brauchen endlich einen neuen Raum”, sagt Jana Kinas.

Aber bei einem neuen Raum soll es nicht bleiben. Die Elterninitiative plant eine neue Kindertagesstätte in Düren. Für das „Innovationszentrum Wunderkinder” werden derzeit fleißig Unterstützer gesucht. Bisher haben die acht Pädagoginnen, die im Verein tätig sind, ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis oder als 1-Euro-Jobber gearbeitet, aber auch das soll sich ändern. Der Verein hofft auf große finanzielle Hilfe von Stadt und Kreis Düren.

Das Angebot des Vereins richtet sich nicht ausschließlich an Russlanddeutsche. Mittlerweile gibt es Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Für die Kindertagesstätte wünscht sich die Elterninitiative ein ausgeglichenes Verhältnis von deutschen und Migrantenkindern.

Heute Abend veranstaltet der Verein einen Tag der offenen Tür, bei dem neue Projekte, Ideen und Förderprogramme präsentiert werden sollen. Dazu hat man auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung eingeladen.

Sie sollen sich ein Bild von der Vereinsarbeit machen und dazu bewegt werden, sich für die geplante Kita zu engagieren. Der Elternabend mit Tag der offenen Tür beginnt um 18 Uhr auf der Kleingartenanlage „Wewordengärten” an der Wewordenstraße/Viandener Straße. Alle Eltern und Bürger sind eingeladen.
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