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Neubau mit 16 Wohnungen auf 81 Betonpfählen

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Jede der 16 zwischen 50 und 55 Quadratmetern großen Wohnungen verfügt über eine Küche, ein Schlafzimmer, Diele, Bad und einen Wohnraum mit angeschlossenem Balkon. Foto: Abels

Düren. Die Mietverträge waren bereits geschlossen, da war die Kellerdecke noch nicht gegossen. Das zeigt, wie hoch die Nachfrage nach citynahem und barrierefreiem Wohnraum in Düren auch für Senioren ist.

Nach 15-monatiger Bauzeit hat Pfarrer Hans-Otto von Danwitz am Dienstag die neuen Seniorenwohnungen der Stiftung Haus St. Anna an der Bonner Straße eingesegnet, ab dem 1. Dezember können die Mieter in den 1, 9 Millionen Euro teuren Neubau einziehen. Auf vier Etagen sind insgesamt 16 Wohnungen entstanden mit einer Größe zwischen 50 und 55 Quadratmetern. Zwölf wurden öffentlich gefördert, vier hat die Stiftung frei finanziert.

Der Neubau war erforderlich geworden, weil die beiden in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Mehrfamilienhäuser im Laufe der Jahre derart große Setzungsschäden aufwiesen, dass eine Sanierung nicht mehr möglich war. Sie musten Anfang 2013 angerissen werden. Schuld war der Untergrund: Die Gebäude waren in einem Bereich der ehemaligen Stadtmauer errichtet worden, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit Bauschutt aufgefüllt worden war. Darüber hinaus waren die in den 1980er Jahren sanierten Wohnungen weder barrierefrei noch erfüllten sie moderne Standards.

Das ist jetzt anders. „Das gesamte Gebäude ist behinderten- und rollstuhlgerecht“, erklärt Architekt Marcus Laufenberg, der die größte Herausforderung vor dem Beginn der Bauarbeiten meistern musste. Damit das neue Gebäude nicht auch irgendwann einmal aufgrund des Bauschutts im Untergrund in Gefahr gerät, wurden nicht weniger als 81 Betonpfähle fünf Meter tief in den Boden eingelassen.

Weil unerwartete Altlasten ans Tageslicht kamen und auch der Kampfmittelräumdienst erst tätig werden musste, verzögerte sich der Baubeginn.

Bürgermeister Paul Larue betonte bei der Einsegnungsfeier, dass der Neubau ideal zum Masterplan Innenstadt und zum Handlungskonzept Wohnen passe. Mit beiden Konzepten versucht die Stadt bekanntlich, Das Wohnen in den Innenstadt zu fördern. Die künftigen Mieter der Seniorenwohnungen haben aber nicht nur kurze Wege zu den Geschäften in der City, sie können auch die Angebote im direkt angrenzenden Haus St. Anna nutzen.

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