Niederzier - Neuartige Parkhaus-Gestaltung in über 70 Ländern patentiert

Neuartige Parkhaus-Gestaltung in über 70 Ländern patentiert

Von: Jörg Abels
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In der zurückliegenden Testphase hat der Niederzierer ein Parkhaus in Zürich in ein „Kulturparkhaus“ verwandelt. Bilder der Orchestermusiker zieren die Betonwände.

Niederzier. Parkhäuser sind oft Betonwüsten, unübersichtlich, dunkel, und sie vermitteln vielerorts vor allem Frauen nicht gerade ein Gefühl der Sicherheit. Dass es auch anders geht, beweist der Niederzierer Frank Molitor mit seiner Firma „E-Spaze – Innovative Medien“. Mit dem Österreicher Ludwig Morasch hat der 48-Jährige in den vergangenen Jahren ein ganz neuartiges Gestaltungs- und damit verbundenes Werbekonzept für Parkhäuser entwickelt.

Dieses Konzept hat nach sechsjähriger Patentierungsphase in über 70 Ländern in der vergangenen Woche in Hannover seine Deutschlandpremiere mit einem komplett gestalteten Edeka-Parkhaus gefeiert.

Das Prinzip, das hinter dem sogenannten „Carspaze“-System steckt, ist denkbar einfach und doch vollkommen neu, erklärt Frank Molitor. Auf die grauen Betonwände werden auf Schienen leicht austauschbare Faserzementplatten der Brandschutzklasse A montiert, die hochwertig bedruckt und angeleuchtet werden. „Wir machen mit ‚Carspaze‘ aus bisher dunklen, bedrohlichen Parkgaragen eine helle, freundliche und vor allem sichere Umgebung“, erklärt der Niederzierer.

„Die Parkhausbesucher finden ihr Auto besser, weil sie sich an den Werbeflächen orientieren können“, betont Molitor. Studien, die während der Erprobungs- und Testphase in Las Vegas und in Österreich durchgeführt wurden, belegen dies. 94 Prozent der Parkhausbesucher waren der Meinung, dass die Beleuchtung den Ort verschönert und das Sicherheitsgefühl steigert, ebenso viele Befragte waren der Ansicht, dass diese Art der Werbung dabei hilft, den abgestellten Wagen wiederzufinden.

Molitor spricht von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Denn die beworbenen Produkte bleiben den Parkhausbesuchern auch nachhaltig in Erinnerung. Eine in den USA im Parkhaus beworbene Firma machte während des Testzeitraums selbst in einer Phase allgemeiner Kaufzurückhaltung sieben Prozent mehr Umsatz im direkt am Parkhaus gelegenen Shop, berichtet der 48-Jährige. „Der Kunde, der sich im Parkhaus sicherer fühlt, projiziert dieses positive Gefühl auf das Produkt“, ist er überzeugt.

Nach der sechsjährigen Patentierungsphase hat sich Frank Molitor im vergangenen Jahr darauf konzentriert, das Konzept großen Parkhausbetreibern in Deutschland schmackhaft zu machen. Verträge für über 420 Häuser hat er mittlerweile abgeschlossen, dabei vor allem den Fokus auf große Shopping-Center gelegt. Aber auch Parkhäuser an Flughäfen, Bahnhöfen und Hotels gehören dazu. Jetzt geht es in die Umsetzung.

Neben dem weltweit patentierten Druckverfahren haben sich Frank Molitor und sein Partner Ludwig Morasch auch ein sogenanntes Farborientierungspatent gesichert, damit niemand auf die Idee kommt, unmittelbar die Betonwände zu Orientierungs- und Werbezwecken zu bemalen.

„Die bedruckten Faserzementplatten sind zudem versiegelt“, erklärt Frank Molitor mit Blick auf die weit verbreitete Unart, Graffiti an Wände zu sprühen. „Die können mit einem Lösemittel problemlos abgewaschen werden“. Und er betont die Umweltfreundlichkeit des Produkts, das nahezu komplett aus Naturstoffen besteht und recycelt werden kann. Und auch beim eingesetzten Licht sei der Energieaufwand deutlich geringer als bei herkömmlicher Beleuchtung. „Der Stromverbrauch erreicht nur noch 15 Prozent von Neonröhren“, erklärt Molitor, während die Leuchtkraft mit bis zu 3600 Lumen 40-Mal höher sei.

Was den Einsatz der bedruckten Faserplatten betrifft, spricht der 48-Jährige von „unbegrenzten Möglichkeiten“. Auch Außenfassaden hat Frank Molitor längst im Visier. Firmen könnten ihre Gebäude mit dem System zum Werbeträger umfunktionieren, aber auch ganz individuell in Steindekor- oder Holzdekoroptik gestalten. An einer Schule in Düsseldorf wird die Fassade aktuell bereits umgestaltet, erklärt Frank Molitor, der große Hoffnungen in das Produkt setzt und 2014/2015 durchstarten will.

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