Nörvenich-Pingsheim - Nein zu weiterer Expansion der Erdbeeranbaubetriebes

Nein zu weiterer Expansion der Erdbeeranbaubetriebes

Von: fjs
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Nörvenich-Pingsheim. Jetzt bieten die Kommunalpolitiker dem Erdbeerbauern die Stirn. Einstimmig hat der Haupt-, Finanz- und Umweltausschuss dem Gemeinderat vorgeschlagen, weiteren Ausbaumaßnahmen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in der Kompstraße in Pingsheim das gemeindliche Einverständnis zu versagen.

„Irgendwann muss eine Sättigung erreicht sein; dem Antragsteller fehlt offensichtlich das Fingerspitzengefühl“, befand SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Wegner in der Sitzung des Ausschusses. Mit rechtlichen Mitteln, so sieht es Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller, sei den Expansionsbestrebungen des landwirtschaftlichen Betriebes nicht beizukommen. Seine Anregung: Die politischen Parteien sollten den Dialog mit dem Betriebsinhaber suchen und ihm eine Aussiedlung des Betriebes nahelegen.

Diesmal hatten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Umweltausschusses über das gemeindliche Einvernehmen zur Erweiterung und Aufstockung der Wohncontainer für Erntehelfer sowie die Herstellung von 32 Stellplätzen auf der vorhandenen Schotterfläche zu entscheiden.

Schon jetzt zu laut

In der Sitzungsvorlage hielt es bereits die Verwaltung für fraglich, ob städtebauliche Verträglichkeit gegenüber der angrenzenden Bebauung noch gegeben ist und ob die zulässigen Immissionswerte eingehalten werden können. Und die werden jetzt schon überschritten. Bürgermeister Schüller berichtete vom Ergebnis einer Lärmmessung im Juli vergangenen Jahres. Gemessen wurden um 4.55 Uhr 58 Dezibel; zulässig sind in diesem Mischgebiet um diese Zeit nur 45 Dezibel.

„Wenn wir das Einvernehmen teilen, hat das weitere Auswirkungen auf den Ort“, warnte Stefan Küpper (CDU) und Ortsvorsteher Andreas Ratay fragte: „690 Einwohner und 400 Erntehelfer; wie soll das gehen?“. Werner Schering (Grüne) bemängelte, „dass bisher Vieles nachträglich legalisiert wurde“. Er forderte Rat und Verwaltung auf, „im Sinne der Anwohner zu handeln“.

Die Unterbringung der Erntehelfer ist nach Scherings Ansicht „menschenunwürdig“. Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller sah das Problem, „dass mit politischen Mitteln nichts zu erreichen ist“. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Küpper will jetzt den Dialog zwischen den Fraktionen und dem Erdbeerbauern koordinieren.

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