Neapco will keine Garantie abgeben

Von: bugi
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Der US-Konzern Neapco fordert bei einem Tedrive-Kauf strukturelle Maßnahmen. Foto: Tedrive

Düren. Die Gespräche zwischen dem Tedrive-Betriebsrat und dem amerikanischen Investor Neapco gestalten sich offenbar schwieriger als erwartet. Wie Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen am Mittwoch auf Anfrage bestätigte, will Neapco keine Garantie abgeben, die eine mögliche Verlagerung von Teilen der Produktion ausschließt.

Nießen: „Wir haben deutlich gemacht, dass dieser Punkt für uns nicht diskutabel ist.” Während Insolvenzverwalter Ringstmeier immer noch davon ausgeht, zum Quartalswechsel die Übernahme des insolventen Autozulieferers Tedrive durch Neapco über die Bühne zu bringen, glaubt Nießen inzwischen nicht mehr daran. Frühestens zum 1. Mai wäre das denkbar.

Immerhin sollen erst drei von sechs Absichtserklärungen unterschrieben sein - von unterschriftsreifen Verträgen ganz zu Schweigen. Unklar ist zum Beispiel auch, wie weit die Verhandlungen mit dem Hauptkunden Ford gediehen sind. Auch müsste sich Tedrive-Eigner Orlando bereit erklären, auf seine Patente zu verzichten.

Die weitere Verzögerung der Übernahme - immerhin wird schon seit dem Sommer 2009 mit Neapco verhandelt - wirkt sich natürlich auch auf die Auftragslage aus. Aufträge, die Tedrive jetzt aufgrund der Insolvenz nicht ergattern kann, werden bei der großen Vorlaufzeit in zwei bis vier Jahren zu Ausfällen führen.

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