Heimbach - Namhafte Künstler werden in der Eifel unterrichten

Namhafte Künstler werden in der Eifel unterrichten

Von: Margret Vallot
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Sie wollen es wissen: Die Gründungsmitglieder des Trägervereins der Internationalen Kunstakademie mit Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte). Foto: Margret Vallot

Heimbach. So zügig ging noch selten ein Projekt seiner Vollendung entgegen: Über eine internationale Kunstakademie wurde in Heimbach im Sommer 2007 zum allerersten Male nachgedacht, derzeit laufen schon die Umbauarbeiten der Burg auf Hochtouren und ein Trägerverein wurde gegründet.

Zum Festakt hatte Heimbachs Bürgermeister Bert Züll ins Hotel Klostermühle eingeladen.

Direktor der neuen Akademie wird Professor Dr. Frank Günter Zehnder. Der erklärte bei der Feier, nur die Akademien in Trier, Bad Reichenhall und Salzburg würden die Größe der Heimbacher Akademie erreichen. Im Einzugsbereich von Heimbach lebten rund 200.000 Menschen, „die hochinteressiert an Kunst und künstlerischer Betätigung” seien, denen aber kaum ein Angebot gemacht werde.

Zehnder hat bereits die ersten Dozenten, die alle auch namhafte Künstler sind, verpflichtet: Otmar Alt, Walter Dohmen, Herb Schiffer, Arno Schlader, Fritz Baacke, Mehmet Güler, Ren Rong, Rolf Jahn und Enrique Asensi. Weitere - „auch Frauen” - werden folgen, versprach der Professor. Er rechnet bei anfangs 40 Kursen im Jahr mit Betriebskosten von 277.000 Euro pro Jahr (Personal und Pacht). Das Geld wird von zwei Stiftungen, der Sparkasse Düren und den Eigenmitteln (Gebühren der Kursteilnehmer) aufgebracht. Verhandlungen laufen noch.

Züll hatte zunächst stolz berichtet, wie zügig und in welch´ großer Einmütigkeit das Projekt von Verwaltung und Politik vorangetrieben worden sei. Dem Landrat nötigte das Respekt ab. „In Heimbach ist wahrlich Bemerkenswertes gelungen”, rief er in echter Begeisterung.

Es wurde geplant und ein Investor gefunden, der neben der Burg auch noch das dazugehörige Hotel umbaut. Bei der Tourismusbörse in Berlin interessierten sich bereits auffallend viele Reiseveranstalter für die Akademie, berichtete Spelthahn. Im Sommer diesen Jahres könnten die ersten Kursteilnehmer kommen.

Die Urkunde zur Gründung des Trägervereins für das ehrgeizige Projekt unterzeichneten abschließend die Gründungsmitglieder Spelthahn, Sparkassen-Direktor Uwe Willner, Zehnder, Käthe Rollfink von der Kulturinitiative Kreis Düren, der Seniorchef der Rurtalbahn Ewald Schmitz, Manfred Jaeger von der Krischer-Stiftung und Bernd Böhnke von der Dürener Kreisbahn. Alle zusammen mit dem Investor, den Künstlern, den Ratspolitikern und der Heimbacher Verwaltung „ein Dreamteam”, laut Spelthahn.

Der dankte für „den ungeheuren Tatendrang” und machte nochmals klar, dass die Akademie als eine notwendige Form der Wirtschaftsförderung angesehen werden müsse. Der Nationalpark ziehe zwar große Ströme von Touristen in die Eifel, „aber nicht bei schlechtem Wetter”.

Die Akademie werde „ein Eckpfeiler der Tourismusindustrie” werden und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste verlängern. „In Heimbach ergänzen sich Kultur- und Wirtschaftsförderung”, freute sich Spelthahn.
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