„Närrische Norddüren“ laden wieder zur Akademie

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
8988166.jpg
Zum Jubiläum übernimmt Wolfgang Oelsner (rechts) noch einmal die Rolle des „Lehrer Welsch“ in der „Närrischen Akademie“. Professor Dr. Herbert Schmidt gibt wieder den „Pedell“. Foto: Dietmar Engels
8989097.jpg
Auch Willibert Pauels („Ne bergische Jong“) kommt zur elften „Närrischen Akademie“.

Düren. Weil schon seinerzeit die „normalen“ Karnevalssitzungen deutlich an Anziehungskraft eingebüßt hatten, entschlossen die „Närrischen Norddüren“ mit Präsident Professor Dr. Herbert Schmidt an der Spitze vor zehn Jahren, mal etwas ganz Anderes zu veranstalten. Sie luden erstmals zu einer „Närrischen Akademie“ ein – mit durchschlagendem Erfolg.

Die Veranstaltung kam bestens an und das hat bis heute nicht geändert – Grund genug für die „Närrischen Norddüren“ zum Jubiläum bei der elften „Närrischen Akademie“ am 15. Januar um 11.11 Uhr im Haus der Stadt Düren noch eins drauf zu setzen.

Bei der Premiere war Wolfgang Oelsner der „Lehrer Welsch“. Gerne hat er die Einladung angenommen, noch einmal die Rolle zu übernehmen und die Studenten durch das Lehrprogramm zu führen. Oelsner, Jahr 1949, ist Pädagoge und Jugendpsychotherapeut.

In Köln leitet der die Schule in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Köln. Neben zahlreichen Fachpublikationen hat Oelsner etliche Bücher zum Thema Karneval verfasst, darunter zum Beispiel „Goethe und die Narren“, „Karneval ohne Maske“ oder auch den Kinderkarnevalsführer „Karneval – wie geht das?“ 2008 wurde Wolfgang Oelsner vom Bund Deutscher Karneval mit dem „Kulturpreis der deutschen Fastnacht“ ausgezeichnet.

Viele „Lehrer Welsch“

Das Besondere am 18. Januar: Nicht nur Oelsner als der „Ur-Welsch“ ist mit von der Partie, sondern fast alle Dozenten, die in den vergangenen zehn Jahren schon den „Lehrer Welsch“ in der „Närrischen Akademie“ gegeben haben. Allesamt sind anerkannte Experten auf dem Gebiet des närrischen Brauchtums. So etwa der Historiker Dr. Michael Euler-Schmidt, stellvertretender Leiter des Kölner Stadtmuseums, Dr. Marcus Leifeld, der zum Beispiel über den Karneval im „Dritten Reich“ geforscht hat, und der Kunsthistoriker Günter Leitner, der im vergangenen Jahr „Chefdozent“ in Düren war.

Alle drei gehören den legendären Kölner „Roten Funken“ an. Sie werden zu den Vorlesungen im Haus der Stadt in ihrer Uniform nebst „Knabüs“ (eine hölzerne Gewehrattrappe) erscheinen und den „Stippeföttche“-Tanz nicht nur theoretisch erklären, sondern auch vorführen. „Das wird ein schöner Farbtupfer“, sagt Professor. Dr. Herbert Schmidt, der wieder als „Pedell“ (Schuldiener und Hausmeister) auftritt.

Besonders stolz ist Schmidt darauf, dass auch Willibert Pauels („Ne bergische Jonge“), der nur noch ganz selten öffentlich auftritt, ins Haus der Stadt kommen wird. „Ich trete nur noch bei Veranstaltungen auf, die es verdient haben“, habe Pauels im Rahmen seiner Zusage betont, berichtet der „Pedell“.

Auch mit von der Partie sind auch das Duo „Sakkolonia“ (Bettina Wagner und Theo Krumbach), das sich den Kölner „Krätzjer“ (amüsante kleine Geschichten) verschrieben hat, die Tanzgruppe „Höppemötzje“, die „Nordstadt-Mösche“ und noch etliche Akteure mehr.

Die „Studiengebühr inklusive Pisa-Steuer“ für die „Närrische Akademie“ beträgt 13,90 Euro. „Einschreiben“ kann man sich telefonisch unter Telefon 02423/3225 oder Telefon 02421/45119, auf der Internetseite der gastgebenden „Närrischen Norddüren“ (www.kg-nnd.de) und per E-Mail an schmidt.langerwehe@freenet.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert