Nächtlicher Kantenbruch im Tagebau

Von: Volker Uerlings
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Die Kante im Tagebau Inden brach auf einer Breite von gut 200 Metern ab: 450.000 Kubikmeter Erde sind abgerutscht. Foto: Volker Uerlings

Inden. Bereits am Wochenende hat es am Rande des Tagebaus Inden einen Böschungs-Erdrutsch gegeben. Wie jetzt bekannt wurde, sackten in der Nacht zum Samstag 450.000 Kubikmeter Erdreich an der westlichen Abbaukante in Höhe von Inden-Schophoven ab.

Auf einer Breite von gut 100 Metern brach die Kante. Das geschah in einem Bereich, in dem nach Informationen unserer Zeitung noch am Tag zuvor Archäologen gearbeitet hatten. Menschen oder Gebäude blieben unbeschadet.

Der Direktor des Tagebaus Inden, Arthur Oster, bestätigte den Vorfall und sprach von einer „üblichen Betriebssituation”. Das Geschehen sei zwar „nicht gewollt, aber prognostizierbar gewesen”. Vergleiche zum Erdrutsch in der Lausitz (Nachterstedt) wies Oster entschieden zurück. Das dortige „Setzungsfließen hängt mit feinkörnigen Sanden und Wasser zusammen. Und beides haben wir hier bei uns nicht”.

Der Erdrutsch im Tagebau Inden hingegen sei von „mehreren geologischen Sprüngen” verursacht worden, die an einer Stelle zusammenlaufen. Sie waren dem Tagebaubetreiber bekannt. Deshalb seien die schweren Geräte von RWE Power laut Oster „vorsichtig durchgefahren”. Dennoch brach ein Teil ab. Die Erdmassen liegen nun „stabil unten” und würden im laufenden Betrieb der nächsten Wochen „mitgenommen”. Die gebrochene „Arbeitsböschung” sei zudem mit den späteren „Endböschungen” nicht vergleichbar, die flacher und damit stabiler angelegt würden, sagte der Tagebauchef.

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