Düren - Nachwuchsrennfahrer üben sich im Slalom-Parcours

Nachwuchsrennfahrer üben sich im Slalom-Parcours

Von: Christoph Erkens
Letzte Aktualisierung:
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Rutschpartie: 20 Nachwuchsrennfahrer im Alter von 16 bis 23 Jahren machten beim Slalom-Einsteiger-Sichtungslehrgang des ADAC erste Gehversuche im Motorsport. Foto: Erkens

Düren. Die Bedingungen schienen alles andere als günstig: Seit dem frühen Samstag hatte es unaufhörlich geschneit, und am Sonntagmorgen lag eine zentimeterdicke Schneedicke auf dem Parkplatz der Firma Neapco (ehemals Ford). Mit vereinten Kräften konnte der Platz aber doch noch geräumt werden, um pünktlich um 10 Uhr den Start des Slalom-Einsteiger-Sichtungslehrgangs zu ermöglichen.

Die Veranstaltung des ADAC Nordrhein bietet jugendlichen Motorsportbegeisterten die Gelegenheit, auf einem Slalom-Parcours ihr Können am Lenkrad auszutesten. Unterstützt wird die Talentsuche vom Dürener Motorsport-Club.

Veranstaltungsleiter Jürgen Juschkat erklärt: „Zunächst geht es erst einmal darum, ein Gefühl für das Auto zu bekommen“. Denn: Das Alter der 20 Teilnehmer liegt zwischen 16 und 23, erst zwei von ihnen haben einen Führerschein. Die Faszination für den Motorsport teilen sie aber alle, die meisten kommen sogar aus der Kartsport-Förderung des ADAC und haben schon auf Verkehrsübungsplätzen trainiert.

Auf der etwa 200 Meter langen Parcours-Strecke versuchen die Jugendlichen unter Anleitung eines erfahrenen Instrukteurs den Wagen möglichst fehlerfrei zwischen den aufgestellten Hütchen hindurchzubewegen. Das ist bei den Bedingungen gar nicht so einfach, wie auch Christian Uerlichs findet: Der 16-Jährige sitzt erst zum dritten Mal am Steuer eines Autos, meistert den Parcours mit der Unterstützung seines Instrukteurs aber schon sehr sauber. „Es war schon etwas rutschig, hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht“, erzählt Christian hinterher.

Dass ihm ein erfahrener Slalom-Fahrer auf dem Beifahrersitz bei der Fahrt Tipps und Hilfestellung gegeben hat, hat dem Jugendlichen viel geholfen. Wie viele andere, träumt auch Christian von einer Karriere im Motorsport. Seit acht Jahren fährt er Kart, im Sommer möchte er dann auch den Autoführerschein machen. Und wer weiß, was dann noch möglich ist. Um Bestzeiten geht es heute jedoch noch nicht. „Im Vordergrund steht, sich mit dem Auto vertraut zu machen“, erklärt Juschkat.

Bei den drei folgenden Trainingsläufen kann dann auch langsam die Geschwindigkeit gesteigert werden, bevor es im folgenden Pokal-Wettbewerb dann wirklich um Bestzeiten gehen wird. In zehn Läufen in ganz Nordrhein-Westfalen werden bis September die schnellsten Parcours-Fahrer ermittelt und gekürt. Die Strecke wird sich dann verändern: Statt nun 200 Metern gibt es dann Parcours mit 1000 Metern Länge und größeren Herausforderungen. Den besten Fahrern winkt eine besondere Förderung durch den ADAC. Gestellt werden die Autos, zwei Seats mit Schalensitz und Überrollkäfig als Sicherheitsstützen, ebenfalls vom ADAC. „Die Jugendlichen selbst müssen nichts mitbringen“, erzählt Juschkat.

Das ist auch wichtig, denn: Die finanziellen Mittel, die für einen Einstieg in den Motorsport oft aufgebracht werden müssen, können viele Jugendliche nicht mitbringen. Auch deshalb wird die Förderung durch den ADAC sehr dankend angenommen.

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