Nachts im Leopold-Hoesch-Museum

Von: kin
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Der Kölner Schauspieler Pelle Pershing begeisterte bei der „Langen Nacht” im Leopold-Hoesch-Museum in Düren mit einer szenischen Lesung. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „So knapp 300 Leute werden schon heute Abend hier gewesen sein. Für uns ist der Abend ein sehr großer Erfolg. Die Menschen sind begeistert.” Zufriedene Gesichter bei Dr. Renate Goldmann, Leiterin des Leopold-Hoeschmuseums in Düren, sowie ihren Mitarbeiterinnen Jeannine Bruno und Antje Kraus.

Die „Lange Nacht der Museen”, zu der das Leopold-Hoesch-Museum am Samstag eingeladen hatte, hat offenbar den Nerv des Publikums getroffen.

„In Köln”, so Renate Goldmann, „ist eigentlich erst nächste Woche ,Lange Nacht der Museen. Aber wir wollten zum einen nicht mit ,Düren leuchtet in Kollision kommen und zum anderen den Kölnern auch die Gelegenheit geben, zu uns nach Düren zu kommen.”

Abends hat das Museum irgendwie eine ganz andere und ganz besondere Atmosphäre. Das Haus wird noch einladender als am Tag, weil überall die Lampen brennen, es läuft Musik, die Menschen wirken entspannter und auch offener für die Kunst.

„Es ist etwas komplett anderes als am Tag”, meinte auch Melanie Schmidt-Wollersheim. „Ich kann es nicht so richtig erklären, aber man geht irgendwie anders hier durch.”

In der Werkloge des Museums fand unter großer Beteiligung der Workshop „Puppen, Monster und andere Schattenwesen” von und mit David Gericke statt, es gab eine Führung durch die aktuellen Ausstellungen des Museums von Andreas Schulze und Otto Piene mit Jeannine Bruno und als Höhepunkt des Abends eine szenische Lesung mit dem Kölner Schauspieler Pelle Pershing und dem Gitarristen Goran Krivokapiv.

Goethes Gruselballade

Pelle Pershing, der sich selbst als „singender Dichter und Kaspar” bezeichnete, rezitierte zunächst auf sehr amüsante Art und Weise einige seiner eigenen Gedichte (unter anderem sein Erstlingswerk „Der Nikolaus kommt zu uns nach Haus und trinkt den ganzen Kaffee aus”), bevor er sich schließlich Goethes schaurig-schöner „Braut von Korinth”, einer echten Gruselballade widmete.

Goran Krivokapiv untermalte das Ganze mit gespenstischer Gitarrenmusik, kurzum, die beiden Männer entführten ihr Publikum in eine ganz andere Welt, die perfekt zum Vorabend von Halloween passte.

Zum Ausklang der langen Museumsnacht gab es dann noch viele Begegnungen und gute Gespräche im Museums-Café. „Es ist schön”, so Renate Goldmann, „dass auch viele neue Gesichter heute hier waren.”
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