Nach einem Jahr: Wieder Kunst in der Yorkstraße

Von: mv
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Wollen die Galerie von Lutz Ro
Wollen die Galerie von Lutz Rohs in der Dürener Yorkstraße als Kunstverein weiterführen: Dr. Susanne Rohs (links) und Stephanie Sülzen. Foto: Margret Vallot

Düren. Richtig voll wurde es, als jetzt Stephanie Sülzen und Dr. Susanne Rohs in den Räumen von Lutz Rohs die Ausstellung „Geburtstagsständchen für Lutz” eröffneten. Ein Jahr lang hatte es nach dem Tod des Galeristen keine Veranstaltung in der Yorkstraße 3 mehr gegeben.

Rohs, sein Kunstgeschmack und seine „konzentrierte Lethargie”, wie es hieß, haben die Kunstfreunde sehr vermisst. Von ihm war am Eröffnungsabend sehr oft die Rede.

Alles freute sich, dass jetzt die beiden jungen Frauen die Initiative ergriffen haben. Sie wollen am Donnerstag, 8. Dezember, einen Kunstverein gründen. Man trifft sich um 18 Uhr in der Yorkstraße.

Die jetzt eröffnete Ausstellung zeigt Werke von zehn Künstlern, von denen neun einst schon bei Lutz Rohs ausgestellt haben. Darunter ist als Neue: Claudia Kallscheuer. Die Bilder zeigen fast alle Menschen. Schwarze und weiße, junge und alte, halbnackte, be- und verkleidete Personen. Gemalt, gestickt und wie aufgesprüht wirken die Kunstwerke, die in der Yorkstraße bis zum 8. Januar immer samstags von 11 bis 14 Uhr zu sehen sind.

Außer Kallscheuer sind jetzt Arbeiten von Antoine Carvalho, Annette Reichardt/Stewens Ragone, Bettina Bouchon, Cornelia Effner, Franz Burkhardt, Julia Seidensticker, Karin Meiner, Michael Zimmermann und Ulrich Görtz in dem Raum zu besichtigen. Dr. Susanne Rohs war als 14-Jährige dabei, als die Galerie eröffnet wurde, sie hat seitdem jede Ausstellung gesehen, wie sie erzählte.

„Düren kann einen Kunstverein gebrauchen”, hat sie erkannt und zusammen mit Stephanie Sülzen schon positive Resonanz erfahren. Fünf oder sechs Ausstellungen wird der Kunstverein in dem etwa 150 Quadratmeter großen Raum veranstalten. Ein Komitee soll die Künstler aussuchen. Auch Lesungen und Musikvorführungen soll es geben, wenn die Vereinsmitglieder es wünschen. Festgelegt ist zwar noch nichts, dominieren soll aber die Gegenwartskunst, die man sich „spannend, aufmüpfig, echt” vorstellt.

„Wird es gelingen, die gute Kunst zu finden?”, fragte sich die Nichte des verstorbenen Galeristen. In einem Kunstverein, wo alle Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden, könne sie sich das eher vorstellen, als in einer Galerie. Der Künstler Uli Winters sprach bei der Eröffnung ebenfalls über Lutz Rohs, dessen Geburtstag der Schau den Namen gibt. Seine kompromisslose Hinwendung zur Kunst habe ihn sehr beeindruckt.
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