Düren - Muslime laden zum Ramadanfest ein

Muslime laden zum Ramadanfest ein

Von: Margret Vallot
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Laden unter der Schirmherrschaft von Dürens Bürgermeister Paul Larue (2.v.r.) zum Ramadanfest auf den Kaiserplatz ein: Dürener Muslime und der Vorsitzende des Islamforums, Dr. Zouhair Al-Halabi (r.). Foto: Margret Vallot

Düren. Die christlichen Feste feiern die muslimischen Dürener sozusagen immer mit, an Weihnachten und der Adventszeit beispielsweise kommt ja hierzulande niemand vorbei. Da ist es gut, dass in Düren auch Christen einmal im Jahr ein hohes muslimisches Fest mitfeiern können. Am Samstag, 13. Juli, ist es wieder soweit.

Am Dienstag, 9. Juli, beginnt der Fastenmonat der Muslime. 30 Tage lang lang verzichten die Menschen in der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke. Abends versammeln sie sich zum Essen, und das wird am 13. Juli in Düren in aller Öffentlichkeit stattfinden.

Eine Geste des Teilens

Es ist bereits das vierte Ramadanfest, zu dem das Islamforum einlädt. Dürens Bürgermeister Paul Larue hat die Schirmherrschaft übernommen. Zusammen mit Muammer Özbek, dem Imam der Fatih Moschee an der Veldener Straße, mit Muslimen der kleinen Hicret Moschee an der Kölner Landstraße, mit dem evangelischen Pfarrer Dr. Christian Siedler und dem Vorsitzenden des Islamforums Düren, Dr. Zouhair Al-Halabi, erklärte er, welche Bedeutung das Fasten in den Religionen hat.

Larue zitierte den Koran, in dem es heißt: „Der Fastenmonat ist der Monat der Geduld, und der Lohn der Geduld ist das Paradies.“ Geduld zu haben, insbesondere Geduld miteinander zu haben, das sei wichtig, betonte Larue, „gerade, wenn man das Leben in einer Stadt miteinander teilen will“.

Das gemeinsame Essen wertete er als eine Geste des Teilens, über die er sich freue. Dies nicht zuletzt, weil der Erlös des Ramadanfestes einer Schule für syrische Flüchtlingskinder zugute komme.

Larue zeigte sich auch informiert darüber, wie sehr das Fasten im Ramadan das Leben der Menschen prägt. Gerade in der Sommerzeit, wenn zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang 16 oder 17 Stunden liegen, fällt der Verzicht auf Speis und Trank schwer.

Erklärende Worte fand auch Dr. Zouhair Al-Halabi. „Wir müssen Brücken bauen und Mauern einreißen“, bemühte er ein Bild. Vieles sei schon erreicht worden, freute er sich. „Heute weiß in Düren wohl jeder, was Ramadan bedeutet.“ Für die Muslime sei der Fastenmonat in der Familie und in der Gesellschaft wichtig. Man erlebe wie es denen geht, die Hunger leiden.

„Wir freuen uns sehr, wenn viele Menschen kommen“, sagte Al-Halabi und lud zum Ramadanfest am 13. Juli ein. Imam Muammer Özbek aus der Fatih Moschee meinte, im Ramadan seien soziale Gerechtigkeit und das Leben der Armen ein Thema. Als Imam freue er sich, dass es in Düren die Möglichkeit gebe, ein Ramadanfest zu feiern. In diesem Jahr nehme er zum ersten Mal an dem Fest auf dem Kaiserplatz teil.

Groß ist die Zahl der Unterstützer des Festes: Von Stadt und Kreis Düren, der Polizei, der Pfarre St. Lukas, der Evangelischen Gemeinde der Sparkasse bis zum Bündnis gegen Rechts sind alle dabei.

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