Muslime feiern mit vielen Gästen auf dem Kaiserplatz ihren Fastenmonat

Von: Christoph Hahn
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Setzten bei der Ramadanfeier auf dem Kaiserplatz in Düren im Festzelt einen kulturellen Akzent: die sieben jungen Frauen aus der Mili-Görüs-Moschee. Foto: Christoph Hahn

Düren. Sie sind in der Mitte der Dürener Gesellschaft angekommen und empfinden sich keineswegs als Exoten, die Muslime in der Kreisstadt – zumindest der Einschätzung eines ihrer Sprecher nach. „Es fühlt sich nicht mehr so fremd an“, betont der Vorsitzende des Islamforums, der aus Syrien stammende Arzt Dr. Zouhair Halabi.

Für diese Geisteshaltung setzten die Gläubigen am Samstag ein Zeichen: Gleichgesinnte und Freunde trafen sich im Festzelt vor dem Rathaus auf dem Kaiserplatz, um gemeinsam die Fastenzeit, den Ramadan, zu begehen.

Es gehe beim Ramadan und seiner inzwischen vierten öffentlichen Feier in Düren aber nicht nur um religiöse Zusammenhänge: „Der Ramadan hat eine norme menschliche und soziale Komponente“, erklärt Halabi. Darum gab es rund um das Festzelt viele Stände, an denen unter anderem das „Bündnis gegen Rechts“ über seine Arbeit informierte, ein Kalligraph seine aus farbigen arabischen Schriftzeichen gestalteten Bildern aus Koranversen anbot und eine Gruppe von Frauen die nicht Fastenden unter den Gästen mit süßen wie herzhaften Leckereien beköstigte.

Aber es geschah mehr: Die Muslime und ihre Gäste öffneten ihr Herz und ihr Portemonnaie und spendeten einen erklecklichen Betrag zum Wohle einer Schule für syrische Flüchtlingskinder.

Trotz des regen und bunten Treibens auf dem Vorplatz blieb das Festzelt der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens.

Hier hieß Dr. Halabi die Besucher willkommen und definierte dabei Sinn und Zweck der insgesamt rund sechsstündigen Feier, die nach Anbruch der Dunkelheit von einem gemeinsamen Essen abgeschlossen wurde: „Wir wollen zeigen: Was läuft im Fastenmonat bei den Muslimen?“ Auf der Bühne gab es immer wieder kulturelle Darbietungen, zum Beispiel von einem Chor junger Frauen aus der Dürener Mili-Görüs-Moschee, Rezitationen aus dem heiligen Buch, dem Koran, oder auch einen Vortrag über das zentrale Thema dieser Feier „So sprach der Prophet“ - ganz modern im Powerpoint-Modus.

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