Düren - Musikfestival „Kick my Ass“: Harte Klänge, laute Gitarren

Musikfestival „Kick my Ass“: Harte Klänge, laute Gitarren

Von: Julian Loevenich
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Die Gruppe „Maciste“ eröffnete das Festival „Kick my Ass“ im „Komm“-Zentrum in Düren. Foto: Julian Loevenich.

Düren. Drei Worte sind es, die den Titel bilden. In ihrer Erscheinung wirken sie provokant, vielleicht auf manch einen grob, oder gar beleidigend. Doch was hinter der Veranstaltungsreihe „Kick My Ass“ steht, die am jetzt bereits zum vierten Mal im Dürener „Komm“-Zentrum stattfand, ist eine Art Lebensgefühl. „‚Kick my Ass‘ bedeutet einfach, dass die Musik, die wir hier spielen, laut und hart ist“, erklärt Florian Kück, Schlagzeuger der Band „down in december“.

Vor vier Jahren verspürten die Mitglieder der Gruppe den Drang, selbst ein Konzert aufzuziehen. Ein Konzept wurde entwickelt, befreundete Bands gefragt, mit dem „Komm“-Zentrum ein adäquater Veranstaltungsort gefunden.

Seit 20 Jahren, so berichtet Max Busch, Mitarbeiter des „Komm“-Zentrzms, veranstalte man mittlerweile schon Konzerte. „Wir sind dabei aber immer abhängig von Leuten, die sich in der Szene auskennen“, so Busch. Florian Kück und seine Band haben über Jahre Fäden gespannt, Kontakte geknüpft und am Freitag vier Bands in den Keller des „Komm“-Zentrums geladen. Es ist ein kleiner Raum. Biergeruch hängt in der Luft. In der Mehrzahl dunkel gekleidete Menschen verschlucken das ohnehin schwache Licht. Einzig die Bühne präsentiert sich hell illuminiert. „Maciste“ ist die erste Band, die aufspielt. Textverständnis spielt bei ihnen eine sekundäre Rolle, vielmehr stehen die lauten Gitarren und der als Geschrei verpackte Gesang im Vordergrund, um die Leute zu infizieren und animieren.

In dem Raum, den Kück mit guter Atmosphäre verbindet, steigen das Können und der Bekanntheitsgrad der Bands mit vorangeschrittenem Uhrzeiger. So präsentierten sich zunächst mit treibenden, marschinengewehrartigem Schlagzeug, Volumen und Kraft „Mono“, eine junge Band aus Köln. Wesentlich sanftere Töne schlugen die fünf relativ jungen Musiker der Alternativ-Rock Gruppe „No Fear The Enemy“ an, die in der Vergangenheit schon überregionale Preise für ihr Schaffen gewinnen konnten und in ihrem Ausdruck im Kontrast zu „Divided In Spheres“ stehen. Aggressiv, hemmungslos, nach vorn gerichtete Rhythmen: so lässt sich ihre Musik beschreiben. Höhepunkt des Abends war dann der Organisator persönlich, eben die Band „down in december“.

Im Stil des Emo- und Hardcores beheimatet, holten Florian Kück und seine Kameraden noch einmal alles aus ihrem Publikum heraus, das übrigens wieder zahlreich erschienen war und somit eins deutlich werden ließ: Düren hat eine farbenfrohe und lebendige Musikszene, die es auch in der Zukunft gilt, zu fördern und aufrechtzuerhalten.

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