Musiker des Luftwaffenmusikkorps spielen anspruchsvolle Werke

Von: Gudrun Klinkhammer
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Das Luftwaffenmusikkorps Münster begeistert sein Publikum mit einem Werk des Komponisten Dmitri Kabalewski aus dem 20. Jahrhundert. Foto: Klinkhammer

Düren. Zunächst hieß es „Zähne zusammenbeißen“. Die Musiker des Luftwaffenmusikkorps aus Münster servierten schwere Kost im ersten Teil ihres Konzerts am Mittwochabend in Düren. Sie forderten nicht nur sich selbst heraus, sondern vor allem auch das Publikum im ausgezeichnet besuchten Haus der Stadt.

Mit einem unkomplizierten, tänzerischen Marsch, komponiert nach Motiven aus Giacomo Meyerbeers Oper „Die Hugenotten“, ging es relativ harmlos los. Die Ouvertüre zur Oper „Colas Breugnon“ setzte erste Maßstäbe. Die 40 Musiker und neun Musikerinnen rückten hoch konzentriert auf ihren Stuhlkanten ganz nach vorn und spielten das anspruchsvolle Werk des russischen Komponisten Dmitri Kabalewski aus dem 20. Jahrhundert nahezu in Perfektion. Das Werk erinnerte an Klänge weltbekannter Meister, so etwa an Petruschka von Igor Strawinsky. Nach einer erneuten Lockerungsübung in Form des Marsches „Unter der Admiralsflagge“, erdacht von Marschpapst Julius Fucik, erreichte das Konzert Höchststufe.

Die 20 Minuten vor der Pause gehörten den „Dance Movements“, komponiert von Philip Sparke. Der englische Tonmaler schrieb und schreibt viel Musik hauptsächlich für Brassbands in seinem Heimatland England. Er weiß, Musiker zu begeistern und ihnen ihr Können zu entlocken. Die Musiker lieben in der Regel diese Kompositionen, bei denen sie zeigen können, was in ihnen steckt.

Transparent wurde es vor allem in den beiden mittleren der insgesamt vier Sätze, in denen das Holz und das Blech einzeln gefordert wurden.

Anerkennender Applaus war den Akteuren, die unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Weiper spielten, sicher. Weiper moderierte das Konzert auch gekonnt. Er gab Wissenswertes und Informatives an das Publikum weiter. Zu Beginn sagte er an: „Wir steuern hier in Düren auf ein großes Jubiläum zu.“ Beim diesjährigen Konzert handelte es sich um die 48. Auflage. Immer im Jahresrhythmus wechseln sich die Münsteraner, vor vielen Jahren noch gemeinsam mit Bundeswehrmusikern eines inzwischen aufgelösten Musikkorps aus Düsseldorf, in Düren mit dem Koblenzer Musikkorps ab. In zwei Jahren steht das 50. Konzert dieser Reihe an, ein schönes Jubiläum.

Gute Zusammenarbeit

Der zweite Konzertteil eroberte dann im Sturm die Herzen des Publikums. Mit Udo Jürgens-Titeln, dem großartigen „Grace“, in dem mit Hauptfeldwebel Lucas Knappe, einer der besten Saxophonisten der Bundeswehr, zeigte, wo der musikalische Hammer hängt, dann dem Titel „Sing, when you‘re Swinging“ mit Stabsfeldwebel Michael Arnemann als Gesangssolist und dem Marsch „Mit vollen Segeln“ neigte sich ein großartiges und vielbeklatschtes Konzert dem Ende zu.

Dürens Bürgermeister Paul Larue, der der veranstaltung gemeinsam mit seiner Frau beiwohnte, bedankte sich bei den Musikern. Er sagte: „Darauf ist Verlass: Bereits seit annähernd fünf Jahrzehnten kommt die Bundeswehr zu einem Wohltätigkeitskonzert in unsere Stadt.“ Die Reihe gründet vor allem auch auf der guten Zusammenarbeit mit dem benachbarten Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ und dessen Kommodore, Oberst Stefan Kleinheyer. Nun dürfen die Zuschauer gespannt sein, was sich die Akteure und Veranstalter zur 50. Auflage in zwei Jahren ausdenken und ihrem treuen Publikum servieren.

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