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Musik verbindet verschiedene Kulturen

Von: cus
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Ein Tambourcorps und afrikanis
Ein Tambourcorps und afrikanische Musiker standen gemeinsam auf der Bühne. Foto: Marcus Gieske

Nörvenich. Das „Bubenheimer Spieleland” lud jetzt zum Fest der Nationen ein. Gefeiert wurde unter dem Motto: Gemeinsame Ziele ebnen den Weg zu zwangloser Integration.

Das „Bubenheimer Spieleland” ist eigentlich ein ultimatives Paradies für Kinder. Was, so könnte man sich fragen, hat ein Fest mit Integrationsthematik in der Welt des Nachwuchses verloren. Schließlich kommunizieren und spielen Kinder in der Regel völlig ungezwungen miteinander.

Aber alle Kinder haben auch Eltern, die sich oft im Umgang mit anderen Kulturen schwer tun. Eine Schwierigkeit, die nicht im Raum stehen muss, wie eben dieses Fest eindrucksvoll bewiesen haben dürfte. Die Ideenträger und Organisatoren dieses Events warteten mit einem äußerst ungewöhnlichen und gelungenen Höhepunkt auf.

Was sich Elisabeth Schliebitz, vom Verein „KILALO Education”, Winne Simon (verantwortlich für die Integrationsagentur der Evangelischen Gemeinde zu Düren) und Walburga Schmitz-Peiffer, die gemeinsam mit ihrem Mann das „Bubenheimer Spieleland” betreibt, ausgedacht hatten, hatte eine Vorbereitungszeit von einem Jahr gebraucht, um am Ende dann den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Getreu dem Motto „Integration kann ganz einfach sein, wenn man gemeinsame Ziele hat”, gelang es unter Leitung des afrikanischen Profi-Musikers Michel Sanya, rund vierzig Musiker der unterschiedlichsten Kulturen und Musikrichtungen zusammen auf die Bühne zu bringen und vor den Zuhörern gemeinsam bekannte Stücke spielen zu lassen.

Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, den individuellen Stil der auftretenden Künstler herauszustellen und durchaus auch der einen oder anderen Improvisation Raum zu geben. Kaum verwunderlich, dass die Besucher, die in Mengen das weitläufige Gelände bevölkerten, mit absoluter Begeisterung auf das Gebotene reagierten.


Alles andere als alltäglich ist es schließlich, wenn afrikanische Trommeln gemeinschaftlich mit einem deutschen Tambourcorps erklingen, das Ganze dann auch noch von Break-Dancern begleitet wird, und eine Pop-Gruppe auch noch ihren musikalischen Anteil beisteuert. Der Applaus jedenfalls bestätigte diesen speziellen akustischen Cocktail nicht nur, sondern verlangte eindeutig nach Wiederholung.

Eine solche wird es auch geben, denn bedingt durch die große Resonanz des Publikums, soll das Fest zukünftig jedes Jahr stattfinden. Doppelt feiern konnte der musikalische Kopf des „Multi-Kulti-Bühnen-Ensembles”, Michel Sanya, der nicht nur den Beifall für seine Arbeit genießen konnte, sondern überdies auch noch Geburtstag hatte.
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