Düren - „Mühlenbrand“-Konzertabend: Musik zu groß für beengten Raum

„Mühlenbrand“-Konzertabend: Musik zu groß für beengten Raum

Von: Julian Loevenich
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Die Dürener Band „Rufmord“ bei ihrem Auftritt beim „Mühlenbrand“-Konzertabend. Foto: Julian Loevenich

Düren. Samstagabend, „Komm“-Zentrum, Erdgeschoss. In der Ecke steht ein Kühlschrank, gefüllt mit aufeinander gestapelten Flaschen. Wahlweise mit oder ohne Alkohol. Davor bietet ein silberfarbenes Tablett belegte Brötchen zur Selbstbedienung.

In dem großzügig geschnittenen, hell beleuchteten Raum liegen einige Instrumente auf den Tischen, andere lehnen an der Wand. „Wir organisieren hier alles durch, das ist unsere Stärke“, sagt Sebastian Bast mit angestrengter Stimme, die Musik von „Bonez“ dröhnt aus dem Keller. Es ist Heavy-Metal-Zeit, es ist „Mühlenbrand“-Zeit in Düren.

Während Bast, Mitorganisator der „Mühlenbrand“-Konzertreihe, im Rückzugsraum für die Musiker über sein Anliegen redet, jungen Bands eine Bühne bieten zu wollen, strömen die Zuhörer in den Keller.

„Bonez“, das sind vier junge Herren aus Wuppertal, machen den Anfang am Samstagabend. Massiv einschlagende Rhythmen, Gesang an der Grenze zum Schrei, bebende Klänge: Das sind ihre Merkmale.

Von der minimalistischen Bühne aus feuern sie ihre mit deutschen Texten unterlegten Stücke in die Dunkelheit des von früheren Veranstaltungen vernarbten Raumes hinein, direkt auf die Zuhörer. Laut, fast schon zu laut kommen die Klänge daher.

Die Musik scheint zu groß für den Raum. Dem Textverständnis und Gesamtklang schadet es, dem Publikum gefällt es. Mit „Bonez“ hat es Bast erstmals geschafft, eine Band von außerhalb nach Düren zu holen, doch im „Komm“-Zentrum spielen auch drei Dürener Gruppierungen der Heavy-Metal-Szene. „Soundpark“, „Rufmord“ und „No fear the enemy“ nennen sich die mittlerweile im Raum Düren bekannten Bands, für die sich zahlreiche Fans hineinzwängen in den dunklen Kellerraum. Sie zeugen von einem großen Interesse für die Musik, aber auch für eine Konzertreihe wie das „Mühlenbrand“.

Seit einem Jahr schon gibt es diese Reihe jetzt, und das sehr erfolgreich. Da ist der nächste Schritt nur noch eine Frage der Zeit. Bast dazu: „Für nächstes Jahr versuchen wir, ein größeres Open-Air-Konzert auf die Beine zu stellen.“

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