Düren - Motorboot-Renntraining hat „etwas von Fliegen”

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Motorboot-Renntraining hat „etwas von Fliegen”

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Der ADAC-Nordrhein veranstalte
Der ADAC-Nordrhein veranstaltete erstmals ein Motorboot-Renntraining auf dem Dürener Badesee. Geht es nach den Organisatoren könnten die flinken Boote hier in Zukunft häufiger flitzen.

Düren. Ein bisschen Wasser von oben - das ist für Wassersportler wie Ekkehard Knape, Ex-Weltmeister in der Rennbootklasse Formel 500, unerheblich. Auch Kälte oder Schnee - kein Problem! Aber der Wind, der nun am Dürener Badesee auffrischt, kann eine Herausforderung für die Rennbootfahrer darstellen.

Umso mehr, wenn die Piloten der bis zu 100 Stundenkilometer schnellen Boote an diesem Tag erst zum zweiten Mal hinter das Steuer der kleinen Wasserfahrzeuge steigen. „Wenn die Jungs jetzt nicht auf mich hören, müssen sie eben fühlen”, sagt denn auch Knape, während die zwei Boote des ADAC startklar gemacht werden.

Ganz so gefährlich ist natürlich nicht, ein Risiko will man beim Motorboot-Renntraining am Dürener Badesee schließlich nicht eingehen. Nicht umsonst steht der Veranstalter ADAC für Sicherheit im (Straßen-) Verkehr. So musste das Training denn auch zuvor, als der Wind noch ein wenig kräftiger war, ruhen. Bei starkem Wind bestehe nämlich die Gefahr, dass die Boote auf den Rücken gedreht werden, wie Sebastian Tietz, Serienkoordinator Motorbootrennsport beim ADAC, erklärt.

Jetzt hat sich der Wind allerdings ein wenig gelegt und das Training kann weitergehen. Ein Knopfdruck und schon saust das erste Boot unter lautem Knattern los, während Instruktor Ekkehard Knape Anweisungen per Funk gibt: „Rantrimmen, Rumlenken und Gasgeben nicht vergessen. Ja, sehr schön.” In der Mitte des Badesees dreht das Boot auf einem 300 Meterbojenkurs mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 kmh seine Runden.

Der ADAC Nordrhein veranstaltete am vergangenen Wochenende zum ersten Mal ein solches Motorbootrenntraining auf dem Dürener Badesee und rund 15 Teilnehmer aus ganz Deutschland fanden den Weg nach Düren, um bei dem Schnupperkurs, dabei sein zu können. Auf dem Schnupperkurs aufbauend kann man in zwei weiteren Tageskursen eine Rennlizenz erwerben.

Unter den 15 Teilnehmern ist auch die 15-jährige Helena Schneider aus Düsseldorf. Nach ihrem ersten Törn am Vormittag ist sie noch immer ganz begeistert von den flinken Motorbooten: „Das macht einen riesigen Spaß, es hat ein bisschen was von Fliegen”, schwärmt sie. Besonders angetan hat es der passionierten Seglerin dabei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Ob sie ein neues Hobby für sich entdeckt hat? „Ich möchte gar nicht mehr aufhören”, sagt sie jedenfalls. Ein billiges Hobby stellt der Motorbootrennsport auf jeden Fall nicht dar: Über 16.000 Euro muss man schon für ein Boot hinblättern, weitere 900 Euro fallen für die Startgebühren bei den in ganz Deutschland stattfindenden Rennen statt. Bei Interesse bietet der ADAC allerdings Unterstützung an, unter anderem die Möglichkeit Boote zu mieten. „Wir begleiten die Fahrer bis zum Rennstart”, so Sebastian Tietz.

Auch einmal ein Rennen?

Unter Umständen könnte ein solcher demnächst auch am Dürener Badesee stattfinden. Die ADAC Mitarbeiter sind von der Örtlichkeit alle Mal begeistert: „Im Sommer ist das hier eine super Location mit vielen Möglichkeiten für tolle Events. Wir wollen darauf hinarbeiten, hier zukünftig Rennen zu veranstalten”, sagt Sebastian Tietz.

Die Rennboote sind übrigens erstaunlich leise und in umwelttechnischer Hinsicht sicher: „Die Boote sind mit herausnehmbaren doppelwandigen Carbon-Tanks ausgestattet. Sie werden an Land gefüllt und in die Boote eingesetzt. Da kann nichts passieren. Der Kreis als Umweltbehörde hat die Veranstaltung in vollem Umfang genehmigt”, erklärte Richard Müllejans, Chef des für den Badesee zuständigen Service-Betriebes.
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