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Motocross: Hinterher sind die Fahrer kaum noch zu erkennen

Von: Julian Lövenich
Letzte Aktualisierung:
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Am Start sind die Maschinen noch sauber und die Fahrer auch. Nach dem Rennen sieht das ganz anders aus... Foto: Julian Lövenich

Kleinhau. Benzingeruch liegt in der Luft, der Boden ist aufgeweicht vom Regen. Ein letztes Mal wird mit dem Gas gespielt. Motorengeheul hallt über den Hang. Dann laufen die Sekunden runter. Die Sperre fällt, die Reifen versuchen in der Erde Halt zu finden, der hochkatapultierte Dreck fliegt durch die Luft und ein Haufen Motocross-Fahrer verlässt den Start.

Einige stürzen schon nach wenigen Metern bei der 94. Internationalen Rennveranstaltung des MSC Kleinhau, die am Wochenende auf der Anlage am Raffelsberg stattfand. Es ist eine prestigeträchtige Veranstaltung, zu der sich das Rennen entwickelt hat.

International besetzt

„Hier sind Fahrer aus ganz Europa. Aus England, den Niederlanden, Belgien. Die weiteste Anreise hatte einer aus der Ukraine“, erzählt der Vorsitzende des MSC Kleinhau, Adrian Braun. Dabei gab es an den drei Tagen insgesamt 42 Läufe in verschiedensten Altersklassen.

Ein traditioneller Höhepunkt am Freitagabend: das Flutlichtrennen. „Das Rennen ist den Oldtimern gewidmet und war ein voller Erfolg“, berichtet Braun. Maschinen bis Baujahr 1984 werden hier zugelassen. Braun: „Die älteste war Baujahr 1956.“ Ein wenig härter zur Sache ging es bei den Läufen zur Deutschen Amateur Meisterschaft. „Insgesamt sind das zwölf Rennen über die Saison verteilt in Deutschland, die in die Wertung einfließen“, erläutert der Vorsitzende. Und eine davon findet in dem kleinen Eifelort statt.

Nun egal, ob großer, kleiner Amateur, ambitionierter Fahrer oder Gelegenheitswettkämpfer: die Strecke war für alle gleich. 1500 Meter lang schlängelt sich der anspruchsvolle Kurs durch die Landschaft.

Mit Schlamm überzogen

Kameras übertragen jede Bewegung in Echtzeit auf Fernsehbildschirme, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind. Im Schnitt nehmen die Fahrerinnen und Fahrer den Kurs mit einem Stundenmittel knapp unter 50 km/h. Der eine schneller, der andere langsamer. Regen sei dabei kein Hindernis, „nur bei Unwetter wird es kritisch“, wirft Braun ein.

Viele der Fahrer sind bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt, mit Schlamm überzogen, von der Nässe durchzogen.

Der MSC Kleinhau bot über das gesamte Wochenende einen Rahmen mit Essen und Getränken, der eine aus Sicht der Verantwortlichen „optimale“ Veranstaltung abrundete.

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