Heimbach - Mitten im Wald vom wilden Müll umgeben

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Mitten im Wald vom wilden Müll umgeben

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
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Kein schöner Anblick: Unrat, der in Heimbach-Hasenfeld die Gegend verschandelt. Da die Verursacher in solchen Fällen schwer dingsfest zu machen sind, erfolgt die Entsorgung oft auf Kosten der Allgemeinheit.

Heimbach. Als Juanita Schöller in Hasenfeld ihr ehemaliges Elternhaus und besonders das umliegende Gelände nach Jahren erstmals wieder erblickt, stockt ihr der Atem. Alles gleicht einer wilden Müllkippe. 1996 sei sie zuletzt vor Ort gewesen, erzählt Frau Schöller.

Da habe es die Müllkippe im Wald noch nicht gegeben. Hasenfeld ist ein Ortsteil von Heimbach, am Rursee gelegen. Besagte Müllkippe befindet sich in Nähe des Meuchelbergs. Man muss schon etwas in den Wald hineingehen, um die Örtlichkeit zu finden. Von uralten Wegwerfwindeln und Fahrrädern bis zu Essensresten, alten Kühlschränken und Sofas ist wirklich alles dabei, was in einem Haushalt im Laufe von Jahren weggeworfen wird, dazu noch mehrere Eimer Altöl.

Kann teuer werden

Wilde Müllkippen finden Wanderer nicht eben selten in der Eifel. Meist müssen sie auf Kosten der Allgemeinheit aufgelöst, der Abfall wegtransportiert werden. Diese Kosten schlägt die Gemeinde dann irgendwann auf die Müllgebühren drauf. Insofern schadet, wer seinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt, nicht nur dem Wald und der Natur allgemein, sondern auch den Mitbürgern. Im Nachhinein ist es oft schwer, genau zu ermitteln, wer welches Teil wo im Wald abgelegt hat. Und: Wo einmal Müll liegt, da sammelt sich auch schnell eine immer größer werdende Menge an.

Wer ist eigentlich zuständig?

Juanita Schöller lebt derzeit noch in Bayern. Sie möchte mit ihrem Mann das Haus, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte, kaufen. Nur: Wer jetzt den Müll auf dem Gelände und in der Umgebung entfernen muss, das ist den Schöllers noch völlig unklar.

Vergangenen Montag haben sie die Situation mit Fotos umfassend dokumentiert und die Bilder den „DN” zugeschickt, dann auch dem Ordnungsamt in Heimbach sowie diversen anderen Behörden, von denen sie aber nicht wussten, ob sie überhaupt zuständig sind. Das ist verständlich: Nicht jeder weiß auf Anhieb, an wen man sich wenden muss, wenn man im Wald auf eine wilde Müllkippe stößt.

Zuständig ist zunächst die Verwaltung der jeweiligen Gemeinde. In Heimbach hilft der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Peter Boje, weiter. Das Ordnungsamt, so Boje, habe sich mit dem Eigentümer des Grundstücks in Verbindung gesetzt und von diesem die Zusage erhalten, dass in den nächsten Tagen ein Container aufgestellt wird und der Unrat weggeschafft wird. Falls der Eigentümer entgegen seiner Zusage untätig bleibe, „wird das von uns gemacht”. Dann werde die Verwaltung aktiv und auch prüfen, ob dem Eigentümer des Grundstücks die Kosten in Rechnung gestellt werden können.
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