Düren - Mittelrheinligist GFC Düren stellt Insolvenzantrag

Mittelrheinligist GFC Düren stellt Insolvenzantrag

Von: Ingo Latotzki
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Düren. Fußball-Mittelrheinligist GFC Düren hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Gürzenicher Vorstadtverein hat Sozialabgaben in fünfstelliger Höhe nicht bezahlt, sagte Präsident Henner Schmidt am Mittwoch den „DN”.

Das hat eine Betriebsprüfung des Finanzamtes ergeben. Die Behörde nahm die Jahre 2002 bis 2005 unter die Lupe. Es geht unter anderem um nicht geleistete Lohnsteuerzahlungen und Beiträge für Krankenversicherungen. Zunächst geht der Spielbetrieb wie gehabt weiter. Erst wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet würde, müsste der GFC absteigen. Für diesen Fall kündigte Henner Schmidt einen Neuanfang in der Landesliga an.

Mit wie viel Geld der GFC, der vor mehr als zehn Jahren schon einmal kurz vor der Insolvenz stand, genau in der Kreide steht, sagte Schmidt nicht. Nur so viel: Es sind mehr als 25.000 Euro. Da auch eingeplante Sponsorengelder nicht gezahlt wurden, habe der GFC nun „ein erhebliches Problem”, sagt Schmidt, der zur Zeit der Betriebsprüfung noch nicht in der Verantwortung stand.

Die Mannschaft wurde Dienstagabend unterrichtet und kündigte laut Schmidt an, zunächst weiterspielen zu wollen. Die Fußballer der ersten Mannschaft erhalten nun zunächst Insolvenzgeld. Gleichwohl könnte jeder Spieler nun den Klub wechseln. Sie sind sogenannte Vertragsamateure und beziehen offiziell ein Gehalt. Der Etat des Mittelrheinligisten (sechsthöchste Klasse in Deutschland) liegt bei rund 120.000 Euro.

Das Geld wird hauptsächlich über Sponsoren und Eintrittsgelder aufgebracht. Im Schnitt sehen 300 Zuschauer die GFC-Heimspiele an der Papiermühle.

Als Insolvenzverwalter wurde der Merzenicher Rechtsanwalt Helmut Irmen eingesetzt. Er müsse sich nun einen Überblick verschaffen und dann mit den Gläubigern verhandeln, so GFC-Präsident Henner Schmidt. Die Verbindlichkeiten seien aus den laufenden Einnahmen nicht zu begleichen, betonte Schmidt. Sollte es zum Zwangsabstieg kommen und der GFC in der Landesliga neu beginnen, habe der Verein „bereits Sponsorenzusagen”. Aber zunächst heiße die Devise: „Retten, was zu retten ist.”

Warum der GFC, neben Arnoldsweiler die klassenhöchste Dürener Mannschaft, die geforderten Sozialabgaben nicht bezahlte, ist derzeit ungewiss und wird untersucht. Das gilt laut Präsident Schmidt auch für den Zeitraum nach 2005, der bisher nicht Gegenstand einer Betriebsprüfung war.
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