Mit Mama oder Papa zur Arbeit

Von: kin
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Derzeit lernen und spielen 16 Jungen und Mädchen zwischen vier Monaten und sechs Jahren im Betriebskindergarten des Krankenhauses Düren und haben sichtliche Spaß miteinander. Im April wird eine zweite Gruppe eröffnet. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Danke, dass das geklappt hat! Bis heute Abend!” Man spürt Sabine Oepen die Erleichterung förmlich ein. Die junge Frau arbeitet als Krankenschwester und eigentlich hätte sie in dieser Woche Spätdienst gehabt. Plötzlich musste sie aber für eine erkrankte Kollegin den Frühdienst übernehmen.

Das kann für berufstätige Mutter schon mal zu einem Problem werden. Nicht für Sabine Oepen. Sie hat ihren Nachwuchs im neuen Betriebskindergarten „Pänz mit Hätz” des Krankenhauses Düren
untergebracht. Und der hat jeden Tag von sechs bis 20 Uhr geöffnet.

Nur sinnvoll, wenn die Lösung flexibel ist

„Es war uns einfach ein Anliegen”, so Krankenhaus-Geschäftsführer, „junge Mütter und Väter zu unterstützen. Und deswegen macht bei uns ein Betriebskindergarten wirklich nur dann Sinn, wenn er lange geöffnet ist, und wir sehr flexibel sind, was die Betreuungszeiten der Kinder angeht.” Und der Bedarf ist da, wie Kindergartenleiterin Andrea Ostlender erklärt.

„Wir haben jetzt schon eine Wartelist für die zweite Gruppe, die wir am 1. April aufmachen werden.” Die Eltern, so Ostlender, hätten zunächst einen Weg gesprart, weil sie einen Weg zu Kindergarten und Arbeitsplatz hätten. „Und sie wissen ihre Kinder in unmittelbarer Nähe”, nennt die Kindergartenleiterin einen weiteren Vorteil. „Das ist gerade für die Mütter der ganz kleinen Kindergartenbesucher sehr wichtig.”

Außer am Krankenhaus gibt es im Kreis Düren nur einen weiteren Betriebskindergarten, nämlich den der der Kreisverwaltung. „Natürlich ist es viel Aufwand und auch kostenintensiv”, so die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren.

„Aber rechnet sich ein Betriebskindergarten.” Firmen mit Betriebskindergarten, so Ricken-Melchert, hätten eine viel geringere Fluktuation bei den Mitarbeitern. „Die Einarbeitung für Schwangerschaftsvertretungen fällt weg, und die Leute sind einfach viel besser motiviert”, so die Gleichstellungsbeauftragte. Zudem sei es einfach ein schönes Bild, wenn Mitarbeiter „links mit der Aktentasche in der Hand und rechts mit einem Kind im Arm” zum Arbeitsplatz kommen. „Für das Betriebsklima ist das nur positiv.” Und auch bei der Kreisverwaltung geht das Konzept auf: „Wir haben eine Warteliste bis 2013. Bei uns melden Mütter ihre Kinder an, wenn sie in der sechsten, siebten Woche schwanger sind.”

Auch bei Uwe Stelling haben sich zwei Ärztinnen nur deshalb beworben, weil sie vom Betriebskindergarten des Krankenhauses gehört haben. „Alle reden vom Ärztemangel”, so Uwe Stelling. „Und gerade auf vor diesem Hintergrund ist der Betriebskindergarten für uns einfach Gold wert.” Übrigens dürfen in beiden Betriebskindergarten auch Väter ihre Sprösslinge abgeben.

Den kleinen Jungen und Mädchen des Krankenhauskindergartens ist das alles egal. Sie singen gerade ein fröhliches Lied. Und verbringen einen schönen Tag, bis ihre Eltern sie abends wieder abholen kommen.

400.000 Euro für die neue Kita investiert

Das Krankenhaus Düren hat für seinen Betriebskindergarten 400.000 Euro investiert.

Wenn am 1. April die zweite Gruppe eröffnet wird, hat der Kindergarten Platz für 30 Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren. Acht Erzieherinnen im Schichtdienst arbeiten dann hier.

Die Kindergartenbeiträge liegen leicht über denen der Stadt Düren, weil die Betreuungszeiten der Kinder länger sind.

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