Düren - Mit einer Party am Badesee feiernd in die Ferien

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Mit einer Party am Badesee feiernd in die Ferien

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Gut 2000 Jugendliche und junge Erwachsene feierten am Mittwoch bei tollstem Wetter am Badesee bei der „School s out Party” ihren letzten Schultag. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Es ist irgendwie ein total befreiendes Gefühl. Und schön. Ich fühle mich einfach großartig.” Jessica Schotten strahlt. Genau wie 2000 andere Jugendliche aus Düren ist die 16-Jährige am Mittwochabend an den Dürener Badesee gekommen, um bei fetziger Musik und allerbestem Sommerwetter den letzten Schultag zu feiern.

Für Jessica war es nicht nur der letzte Schultag vor den Sommerferien, sondern ihr letzter Schultag überhaupt. Das junge Mädchen hat ihren Realschulabschluss in der Tasche und träumt von einer Ausbildung als Frisörin.

„Ich werde acht Bewerbungen schreiben”, so Jessica. „Und ich bin ganz sicher, dass ich eine Lehrstelle bekomme.” Ein mulmiges Gefühl oder gar Angst vor der Zukunft hat die Schülerin nicht. Im Gegenteil: „Ich freue mich, dass jetzt etwas Neues anfängt. Und wenn es mit der Lehrstelle doch nicht klappt, dann gehe ich eben erst einmal weiter zur Schule.”

Auch Jessicas Freundinnen, Lisa, Jule, Bianca und Anna blicken trotz Wirtschaftskrise und steigenden Arbeitslosenzahlen durchweg positiv in die Zukunft. Ein Teil der Mädchen wird auch nach den Sommerferien weiter zur Schule gehen, um irgendwann ihr Abitur zu machen. Anna wird in sechseinhalb Wochen zunächst ein Praktikum machen. Ihr Berufswunsch ist Erzieherin. „Ich möchte etwas mit Kindern machen.” Die Mädchen setzen sich intensiv mit ihrer Zukunft auseinander, allerdings durchweg positiv und mit einem mehr als guten Gefühl.

„Man muss sich Gedanken machen”, sagt Lisa Berner, „aber ohne Panik und Hysterie. Ich glaube, dass man ohne Abitur und eine gute Ausbildung heute gar keine Chance mehr hat. Das ist das Wichtigste.”

Und Jule Stedler ergänzt: „Ich möchte Grundschullehrerin werden. An erster Stelle steht für mich, dass der Beruf mir gefällt, aber fast genauso wichtig ist, dass man viel Geld verdient.” Jessica schüttelt den Kopf. „Dann dürfte ich ja nicht Frisörin werden”, sagt sie dann. „Die Arbeit muss Spaß machen.”

Spaß hat auch die „School´s out Party” gemacht - den Jugendlichen genauso wie Veranstalter Willi Wolff und Badesee-Chef Klaus Schüller. „Das war die erste School´s out Party mit so tollem Wetter”, so Schüller. „So einen Andrang wünsche ich mit auch für den Badebetrieb hier am See.” Für Willi Wolff war entscheidend, dass die Feier trotz der vielen Feierwütigen so friedlich abgelaufen ist. „Wir hatten keinen einzigen Polizeieinsatz und keine Schlägerei. Ein großes Kompliment an die Jugendlichen!”
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