Mit dem Badesee vor dem Zelt

Von: mv
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Wissen, was Jugendlichen aus Düren gefällt: einfach nur chillen. Simone Schneider, Sabine Kieven und Nicola Engels (v.l.) sind im „offenen Jugendcamp” am Dürener Badesee früh auf den Beinen. Foto: Margret Vallot

Düren. Jugendliche, die sich total cool geben und scheinbar durch nichts aus der Ruhe zu bringen sind, mögen eines trotzdem: Abends am Lagerfeuer sitzen, in die Flammen schauen und Lieder singen. Dass das so ist, wissen die drei Jugendarbeiterinnen Nicola Engels, Sabine Kieven und Simone Schneider.

Zusammen mit zwei männlichen Betreuern veranstalten sie derzeit zum ersten Mal ein „offenes Jugendcamp” am Dürener Badesee. „Offen” heißt in dem Fall: Jeder kann kann kommen und gehen, wann er/sie will. Niemand muss sich anmelden.

Gleich am ersten Tag kamen neun Jugendliche und blieben. Bis um 3.30 Uhr haben einige zusammen gesessen, gesungen und geplaudert. Ein türkischstämmiger Jugendlicher „hat sich gewundert über uns, fand es aber auch schön”, sagt Sabine Kieven.

Das „offene” Angebot kommt den jungen Leuten (zwischen 14 und 21 Jahren) sehr entgegen. Sie entscheiden sich üblicherweise spontan, wissen morgens manchmal noch gar nicht, was sie nachmittags machen werden. Diese Flexibilität gibt es auch im Zeltlage, nichts ist durchgeplant. Was allerdings nicht bedeutet, dass es keine Regeln gibt.

Wer ankommt, muss Ordnung halten. Tiere, Gewalt, Waffen und Drogen sind untersagt. Jungen und Mädchen schlafen in getrennten Zelten. Sieben Euro kostet der Spaß pro Tag (Übernachtung mit Verpflegung). Den Betreuerinnen ist aufgefallen, dass es den Jugendlichen gar nicht so sehr auf ein knalliges Event ankommt. „Einfach nur chillen”, wollen sie angeblich.

Das Camp dauert noch bis Freitag. Und wenn es morgen wieder regnet? „Dann machen wir eben mal einen DVD-Abend oder spielen Black Stories.”

Neun große Zelte stehen den Jugendlichen zur Verfügung, in jedem ist Platz für vier Personen. Dazu gibt es noch ein etwa 200 Quadratmeter großes Küchenzelt. Und den Dürener Badesee vor der Türe. Eine Betreuerin spricht von „Luxus-Camping”, doch das Equipment hat man übernommen, es wurde nicht eigens für die Jugendlichen aufgebaut.

Finanziell unterstützt wird das Ganze übrigens von der Katholischen Kirche und der Stadt Düren. Und wer heute noch dort auftaucht, ist willkommen.
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