Düren - Mit dem Auto voller Diebesgut erwischt und vor Gericht gestellt

Mit dem Auto voller Diebesgut erwischt und vor Gericht gestellt

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:

Düren. „Wenn man mit einem Auto voller Diebesgut unterwegs ist und aus Rumänien kommt, hat man in Deutschland ein Problem.” Richter Hans-Georg Wingen vom Amtsgericht Düren spricht wie immer eine klare Sprache.

Und die beiden Männer (24 und 28 Jahre), die am Dienstag vor Gericht standen, hatten wirklich ein ziemliches Problem. Die zwei Rumänen waren angeklagt wegen gemeinsamen, besonders schweren Diebstahls in Kreuzau und Köln, sowie gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Hehlerei.

Entdeckt worden sind der Automechaniker und der Bauarbeiterin aus Rumänien, als ihr Auto voller Diebesgut Anfang August in Neuwied in eine Polizeikontrolle geraten war. Die Einbrüche in die Kölner Druckerei sowie in ein Sportgeschäft und in ein Fitnessstudio in Kreuzau, bei denen Computer, Monitore und Software-Programm im Gesamtwert von 24.000 Euro, sowie Sportartikel im Wert von 5000 Euro und 1500 Euro Bargeld gestohlen wurden, konnte die Staatsanwaltschaft den beiden Männern nicht nachweisen.

In Sachen Hehlerei gaben die beiden Männer an, die Waren von Landsleuten in Empfang genommen zu haben, um sie nach Rumänien zu transportieren. 80 Euro Benzingeld habe man dafür bekommen.

Ein Jahr auf Bewährung beantragte die Staatsanwältin. Sie nannte die beiden Männer „reisende Täter”, die nach Deutschland gekommen seien, um straffällig zu werden.

Genau das wiesen die Männer weit von sich, gaben lediglich zu „naiv” gewesen zu sein. Am Ende verurteilte Hans-Georg Wingen die beiden Rumänen wegen Hehlerei zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung. Zu Gute kam den beiden Tätern, von denen einer demnächst Vater wird, dass sie zumindest in Deutschland noch nicht vorbestraft sind, und bereits fast sechs Monate in Untersuchungshaft gesessen hatten.

„Unsere Mandanten”, so die beiden Strafverteidiger, „sprechen beide kein Deutsch, was wirklich zu verschärften Haftverbindungen geführt hat. Die Zeit in der Untersuchungshaft in Aachen war schwer.”
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