Düren - „Mister Rathaus” fehlte nicht einen Tag

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„Mister Rathaus” fehlte nicht einen Tag

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Bürgermeister Paul Larue (l.)
Bürgermeister Paul Larue (l.) und Hauptamtsleiter Heribert Küpper (r.) bedankten sich bei Gregor Pütz für 40 Jahre pflichtbewusste Tätigkeit als Hausmeister.

Düren. „Mister Rathaus”, dieser respekt- und humorvolle Ehrentitel wurde Gregor Pütz bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand von Bürgermeister Paul Larue verliehen. Der Bürgermeister bedankte sich bei Gregor Pütz für vier Jahrzehnte unermüdlicher Tätigkeit als Hausmeister im Dürener Rathaus.

Nacheinander wechselten vier Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister und drei Stadtdirektoren sich ab. Gregor Pütz blieb und fehlte nicht einen einzigen Tag. „Hilfsbereit, zuverlässig, umgänglich”, so beschreibt ihn Amtsleiter Heribert Küpper vom Hauptamt der Stadt Düren treffend. Die Anteilnahme der Kolleginnen und Kollegen beim Abschied von Gregor Pütz war groß.

Mit ihm geht auch ein Stück Rathausgeschichte. Gregor Pütz, Jahrgang 1947, ist in Rölsdorf geboren und in der Nideggener Straße aufgewachsen, in einer Zeit, als dort in den 50er Jahren überall Baustellen aus der Erde wuchsen, zum Beispiel nach dem Abriss der so genannten „Schweizer Baracken” die Josefschule entstand. Gregor Pütz selber besuchte die Südschule. Nach der Ausbildung zum Mechaniker arbeitete er elf Jahre als Nähmaschinenfachmann in Köln.

Dann entdeckte er 1972 eine Stellenanzeige, in der für das Rathaus in seiner Heimatstadt ein Hausmeister gesucht wurde, und er bewarb sich. Dass er genommen wurde, war ein Glück für die Mitarbeiter, die in den letzten vier Jahrzehnten im Rathaus gearbeitet haben, denn ihnen allen war Gregor Pütz ein zuverlässiger Ansprechpartner, wenn es irgendwo etwas zu richten oder zu reparieren gab. Auch unzählige Großveranstaltungen wie Besuche von Johannes Rau, Walter Scheel und dem attraktiven Star der ersten Big Brother-Staffel überstand er mit Gelassenheit. Es gab keine Situation, die er nicht „hausmeisterte”.

In seiner Wohnung, nur ein Steinwurf vom Rathaus entfernt, hat er das Gebäude immer im Blick, das in den nächsten Monaten hinter einem Bauzaun verschwinden wird, weil eine Sanierung ansteht „Kaum kehrt man dem Rathaus den Rücken, bricht es schon zusammen”, scherzte Gregor Pütz bei seiner Abschiedsfeier. Und bewies damit, dass zu seinen vielen guten Eigenschaften auch eine Portion Humor gehört.
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