Mirko Rum organisiert spannende Konzerte in seiner Heimatstadt

Von: Burkhard Giesen
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Mirko Rums Traum ist es, einmal mit einem internationalen Künstler wie Sting oder Prince auf der Bühne zu stehen.

Düren. Fan-Post hat er auch bekommen. Säckeweise. Dabei steht der Dürener Mirko Rum gar nicht so gerne im Rampenlicht. Der Berufsmusiker hat mit Kollegen wie Max Mutzke, Johnny Logan, Roger Cicero oder Gitte Haenning auf der Bühne gestanden.

Die Fan-Post trudelte ein, weil er auch im Fernsehen regelmäßig zu sehen war – zum Beispiel beim Vox-Format „Hast Du Töne“ mit Matthias Opdenhövel und später bei „Deutschland sucht den Superstar“. Mirko Rum sieht das durchaus selbstkritisch: „Heute ist man nach der 1. Show schon ein Promi.“ Und er hat sich gewundert, dass er „als fisseliger Gitarrist“ eben säckeweise Briefe erhalten hat.

Angefangen mit der Musik hat der heute 41-Jährige schon als Knirps. Der Vater hat in Düren eine Blaskapelle geleitet, Mirko hat da erst Trompete, dann Gitarre gespielt. Mit 16 gab es die ersten eigenen Bands, nach dem Fachabi für Elektrotechnik hat er in Holland Instrumentalpädagogik studiert und danach längere Zeit in Köln gelebt. Und in Köln ist die Welt klein.

„Vieles in der Branche geht über Empfehlungen. Man ist so schnell in einer Sache drin, wie man auch wieder raus ist“, sagt Mirko Rum und bezieht letzteres auf die Professionalität. Eine Erfahrung, die er früh gemacht hat: Nur wer sein Handwerk beherrscht und professionell arbeitet, hat eine Chance, dauerhaft zu bestehen. Für ihn gehört dazu eine perfekte Vorbereitung. „Wenn man für eine Sendung wie ‚Hast Du Töne‘ 25 Songs parat haben muss, kann man da nicht unvorbereitet auftauchen. Erst recht nicht, wenn gleich vier Folgen an einem Tag gedreht werden und man 100 Songs spielen muss“, erklärt der Berufsmusiker.

Anders ausgedrückt: „Ich habe Glück gehabt, meinen Job aber auch richtig gemacht.“ So ist er dann beispielsweise auch in der Band bei DSDS gelandet. Da hat ihn weniger das Format gereizt, als die Kollegen, mit denen er spielen konnte: „Das war damals die Band der ‚Fantastischen Vier‘ und hat einfach Spaß gemacht. Und wenn die DSDS-Kandidaten schlecht gesungen haben, konnte man ja den Monitor ausmachen“, erzählt Mirko Rum mit einem Grinsen.

Dass der Dürener Gitarrist mit Sängern wie Roger Cicero, Laith Al Deen, Max Mutzke, Jennifer Rush oder auch Johnny Logan auf einer Bühne stand, hat sich durch ein weiteres Engagement ergeben. Mirko Rum hat irgendwann Dirk Bach kennengelernt, der seit 2002 jährlich die Benefiz-Gala „Cover me“ zu Gunsten der Kölner Aidshilfe auf die Beine gestellt hat. Musiker, Schauspieler und Comedians treten da auf. Mirko Rum hat in der Band gespielt, deren musikalischer Leiter er inzwischen ist – so sind die Kontakte zu anderen Musikern entstanden, die er auch regelmäßig für seine Auftritte in Düren nutzt.

So zum Beispiel am Mittwoch, 8. Oktober, im Dürener Brauhaus. Gemeinsam mit seiner Frau Rita hat Mirko Rum die Formation „Acoustic Soulmates“ ins Leben gerufen, die jeweils um Gastmusiker bereichert wird und regelmäßig in Düren spielt. Beim Oktober-Gig hat er niemand geringeren als Pe Werner mit im Boot, zusätzlich den Bassisten Marius Goldhammer und Schlagzeuger Heiko Braun.

Das ist vielleicht das Format, was Mirko Rum am meisten liegt, weil die Musik am usprünglichsten ist: in intimer Atmosphäre zu spielen, nur in akustischer Besetzung. „Ich bin oft ganz baff, wie gut das klingt“, sagt Mirko Rum und weiß dabei, dass dieses Format insbesondere auch von Künstlern geschätzt wird, die sonst eher in großen Hallen auftreten. „Da geht es nur um die Musik und man kann mit dem Künstler den hautnahen Kontakt suchen. Und das Publikum nimmt das gut an“, freut sich der Dürener.

Hinzu kommt, dass Mirko Rum nur ausgewählte Gäste nach Düren einlädt, „Kollegen, die ich schon lange kenne und mit denen ich mich auch privat verstehe“, wie er betont. Und auch wenn Mirko Rum schon mit vielen Musik-Größen auf der Bühne gestanden hat, gibt es natürlich noch Träume: „Einmal mit einem internationalen Künstler wie Sting oder Prince auf der Bühne zu stehen, wäre toll. Das ist aber wohl kaum realisierbar.“ Wer weiß...

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