Düren - Mini-Museum für die Dürener Drehscheibe?

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Mini-Museum für die Dürener Drehscheibe?

Von: bugi
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Die Zeiten des Wildbewuchses sind passé und auch die morschen Bohlen wurden von der Bahn bereits ausgetauscht. Jetzt muss die Drehscheibe wieder betriebsbereit gemacht werden. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Geht es nach der Wunschvorstellung von Dieter Fücker, könnte das Dürener Stadtmuseum schon bald einen Ableger bekommen – im Dürener Bahnhof. Aber der Reihe nach.

Im April sollen die Sanierungsarbeiten für die historische Drehscheibe am Dürener Bahnhof beginnen, für die das Stadtmuseum quasi die Patenschaft übernommen hat. Bei einem vorbereitenden Gespräch mit Vertretern der Bahn, des Dürener Service-Betriebes (DSB) und dem Denkmalschutz der Stadt wurde zunächst ein Vor-Ort-Termin Anfang April vereinbart, um die Details der Planung abzustimmen.

Die sieht vor, dass der DSB an der unter Denkmalschutz stehenden Anlage den Grünbewuchs entfernt, der dann von der Bahn mit Schotter aufgefüllt wird. Damit sollen die Pflegekosten reduziert werden. In einem nächsten Schritt werden die Mitstreiter vom Stadtmuseum sich daran machen, die Anlage neu zu streichen. Dieter Fücker: „Wir wollen die Drehscheibe in einem möglichst betriebsfähigen Zustand wiederherstellen. Sie soll ein Hingucker werden, immerhin ist es die einzige noch existierende Drehscheibe dieser Art direkt an einem Bahnhofsgebäude in Deutschland.“

Fücker geht aber noch ein paar entscheidende Schritte weiter. Ihm schwebt vor, dass die Drehscheibe auch wieder an das Gleisnetz angebunden wird. Die Bahn hatte vor vielen Jahren in einer Nacht- und Nebel-Aktion bei Bauarbeiten die Verbindung gekappt und die Gleise entfernt, ist in diesem Punkt aber offensichtlich gesprächsbereit: „Sicherlich kann man darüber sprechen. Die Möglichkeit besteht durchaus“, reagierte unerwartet deutlich Fahrbahn-Bezirksleiter Hubert Schmühl, der auch in einem weiteren Punkt Unterstützung zusagte.

Fücker will nicht nur auf einer Tafel am Objekt die Bedeutung der Drehscheibe und die Historie des Bahnhofs erläutern, ihm schwebt vielmehr eine kleine Ausstellung vor, für die idealerweise ein Raum im Bahnhof zur Verfügung gestellt wird. Fücker: „Schließlich wollen wir zum Beispiel für Schulungen auch Führungen anbieten.“ Dazu muss dann allerdings auch die Drehscheibe fahrbereit sein.

Das dürfte noch der spannendste Punkt werden, ob die Technik da mitspielt. Sind die Arbeiten abgeschlossen, will Fücker mit einem Fest auf dem Bahnhof die Wiederinbetriebnahme feiern. Wann das sein wird, ist noch vollkommen offen: „Wir werden uns da nicht unter Zeitdruck setzen, sondern die Aufgaben in Ruhe abarbeiten“, betont Dieter Fücker.

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