Millionengrenze bei der Besucherzahl geknackt?

Von: Sandra Kinkel
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Die Annakirmes 2011 ist gemessen an der Zahl der Bewerbungen beliebt wie eh und je. Rund 900 Schausteller und Gastronomen wollten am Rummel vom 30. Juli bis 7. August teilnehmen - aber nur etwa 150 dürfen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Uns Schaustellern bleibt nur, uns ganz, ganz herzlich bei den Dürenern zu bedanken und ihnen ein großes Lob auszusprechen. Es ist toll, wie die Leute wieder hinter ihrer Annakirmes gestanden haben.” Hans-Bert Cremer lächelt. Der Vorsitzende des Verbandes Reisender Schausteller ist zufrieden. Hoch zufrieden sogar.

„Ich war vor der Annakirmes skeptisch. Sehr skeptisch.” Viele Volksfeste, so Cremer, seien in diesem Jahr überhaupt nicht gelaufen, waren richtige Flops. „Zum Beispiel das Volksfest Hannover. Da hat sicher die Finanzkrise eine Rolle gespielt. Aber hier in Düren war der Platz immer voll. Und die Leute haben auch Geld ausgegeben.”

Fürs nächste Jahr wünscht sich Cremer, dass endlich der zehnte Annakirmestag kommt. „Ich habe von allen Seiten aus der Politik nur positive Resonanz auf dieses Thema bekommen. Hoffentlich ist das auch nach der Kommunalwahl noch so.”

Ähnlich sieht das auch Frank Oberschelp, der mit seinem Fahrgeschäft „High Impress” zum ersten Mal auf der Annakirmes war. „Die Kirmes hier war sehr, sehr gut. Das lag aber auch an einer sehr guten Platzaufteilung. Es gab nicht zu viele große Fahrgeschäfte, so dass die, die da waren, wirklich gut angenommen wurden.”

Ein besonderer Erfolg war die Annakirmes für den niederländischen Schausteller Joep Hoefnagels und seinen 55 Meter hohen „Booster Maxxx”. „Ich musste zwei Mal in der Kirmeswoche gegen 22 Uhr meine Kasse schließen, weil ich schon so viele Tickets verkauft hatte, dass die Leute sonst gar nicht alle hätten fahren können. Toll. Das war für mich Premiere.” Premiere war das auch für den Annakirmesplatz. „So was hat es hier, glaube ich, noch nicht gegeben”, so Achim Greiff, vom Amt für Stadtentwicklung und kommissarischer Platzmeister. „Damit hat die Annakirmes wieder einmal bewiesen, dass sie zu den Top-Veranstaltungen zählt. Ich bin sehr, sehr zufrieden.”

Genau wie Hans-Bert Cremer ist auch Achim Greiff der Meinung, dass in der Kirmeswoche eine Million Zuschauer auf dem Platz war. „Natürlich steht keiner am Eingang und zählt die Besucher”, so Greiff. „Aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Million geknackt haben oder zumindest ganz nah dran waren.” Bis auf am Sonntag habe auch das Wetter mitgespielt. „Es sah zwar manches Mal nach Regen aus, aber die Wolken haben immer gerade noch rechtzeitig den Blinker gesetzt und sind an der Kirmes vorbei gezogen”, schmunzelt Greiff.

Dass auch die Schausteller mit der Kirmes zufrieden waren, sieht Grieff daran, dass viele schon gefragt haben, ob sie im nächsten Jahr wieder kommen dürfen. „Die Bewerbungen laufen bis zum 31. Oktober. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch im nächsten Jahr wieder einige tolle Fahrgeschäfte nach Düren bekommen. Wobei es natürlich nichts Schlimmeres gibt als die Kopie einer Kirmes.”

Auch für Rettungsdienst und Polizei war die Annakirmes eine gelungene Sache, auch wenn die Verantwortlichen erst heute ein endgültiges Kirmesresümee ziehen wollen. Willi Joerres, Pressesprecher der Polizei: „Aus unserer Sicht war das eine eher ruhige Kirmes.” Es habe hier und da eine Körperverletzung gegeben, so Joerres, und einige Taschendiebstähle. „Aber der Trend geht eindeutig dahin, dass die Kirmes ruhiger wird.”

Joerres führt das auf die verstärkten Polizeistreifen auf dem Kirmesplatz zurück. „Es waren täglich von nachmittags bis nachts Polizeibeamte auf dem Kirmesplatz. Die Bereitschaftspolizei Aachen hat uns unterstützt. Und ich denke, dass hatte einen positiven Einfluss auf die Kirmes.”
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