Düren - Millionen für Dürens Kläranlage

Millionen für Dürens Kläranlage

Von: inla
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Blick auf die Kläranlage an der A 4: Auf dem Rasenstück soll die neue Anlage zur Reinigung des Abwassers gebaut werden. Rechts im Bild einer von drei Faultürmen, die weithin sichtbar sind. Foto: Ingo Latotzki
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Thomas Rolfs ist Dezernent für Abwasser beim WVER und damit für Kläranlagen zuständig. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Zwischen zehn und elf Millionen Euro investiert der Wasserverband Eifel Rur (WVER) in die Dürener Kläranlage. In den vergangenen Jahren ist immer mehr mit Schadstoffen belastetes Wasser in die an der A 4 gelegene Anlage geleitet worden – in erster Linie durch industrielle Betriebe. Um die Schadstoffe abbauen zu können, soll bis 2016 eine spezielle zusätzliche Aufbereitungsanlage gebaut werden, sagte WVER-Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Firk.

Normale Haushalte sollen durch die Investition nicht über höhere Gebühren belastet werden – statt dessen zahlen die Betriebe, die für die zusätzlichen Verunreinigungen verantwortlich sind. Vielfach seien das an der Rur gelegene Papierfabriken, deren Geschäfte auch aufgrund steigender Nachfrage nach Verpackungen gut liefen, sagte Firk.

Zurück gefahren werden soll auch die Geruchsbelästigung, die durch die Kläranlage entstehen kann. Sie entsteht bei der Einleitung der Abwässer in die Anlage und nicht, wie häufig vermutetet wird, durch Ausdünstungen der drei Faultürme, wie Thomas Rolfs, WVER-Dezernent für Abwasser, betont. Technische Verbesserungen sollen dazu führen, dass die Gerüche in verminderter Form auftreten.

Das in der Kläranlage ankommende Wasser stammt aus Dürener Haushalten, aber auch aus Teilen der Gemeinden Hürtgenwald, Merzenich oder Langerwehe. Zudem werden die Abwässer von Unternehmen verarbeitet. Das gereinigte Wasser wird in die Rur geleitet. Insgesamt verarbeitet die Kläranlage rund 20 Millionen Kubikmeter Wasser. Das entspricht in etwa der Füllmenge in der Oleftalsperre.

Wie Dezernent Rolfs sagt, sei der WVER sehr genau in der Lage, zu ermitteln, in welchem Maß jeder einzelne Betrieb mit Schadstoffen wie Stickstoff, Phosphor oder anderer organischer Substanzen belastetes Wasser in die Kläranlage leite. „Wir nehmen vor Ort Proben und wissen so, was auf uns zu kommt“, so der Diplom-Ingenieur. Proben werden auch in der Kläranlage selbst genommen – von Fachleuten der Bezirksregierung, die untersuchen, ob das gereinigte Wasser aus der Kläranlage in die Rur fließen darf. Um weiter die vorgeschrieben Kriterien zu erfüllen, sei nun auch die Millionen-Investition in eine neue Anlage notwendig.

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