Düren - Michael Mittermeier spielt mit seinem Publikum

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Michael Mittermeier spielt mit seinem Publikum

Von: heb
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Hatte keinen „Blackout“: Michael Mittermeier begeisterte am Freitagabend die Zuschauer in der Arena Kreis Düren.

Düren. Dass man die Bewohner Dürens nicht Dürer nennt, musste Michael Mittermeier bei seinem Gastspiel in der Arena Kreis Düren noch lernen. Ansonsten begeisterte die Legende der Stand-up-Comedy nicht nur mit den fantastischen Gags seines neuen Programms „Blackout“, sondern auch mit spontanen Witzen auf Kosten des Publikums.

Als sich Mittermeier beispielsweise süffisant über die Erfolge seines bayerischen Heimatvereins ausließ, meldete sich aus den hinteren Reihen ein „erboster“ Holländer zu Wort. Der Comedian entgegnete: „Wie kommst du überhaupt hierher? Ich dachte, die Eifel ist die letzte Bucht, in der ihr mit euren Wohnwagen hängenbleibt?“ Der überzeugte Bayer bewies, dass er auf allen Bühnen der Republik zu Hause ist.

Natürlich saßen auch die neuen Gags seines Programms. Den „Blackout“ verbindet ein Bayer selbstverständlich direkt mit dem Oktoberfest. Mittermeier ließ das Publikum daher an Geschichten aus seinem eigenen Leben teilhaben, in denen es der Komiker auch mal etwas zu bunt getrieben hatte. So erfuhren die Zuschauer von Schweinen auf dem Beifahrersitz, zerbrochenen Windschutzscheiben und lernten den typischen Gang betrunkener Oktoberfestgäste kennen.

Insgesamt wusste Michael Mittermeier auch in seinem neuen Programm wieder mit seiner bekanntermaßen überragenden Mimik und Gestik zu überzeugen. Ob beim Vergleich japanischer Touristen mit der Gangart von Tauben, bei der nachgestellten Mimik eines Hinterwäldlers oder bei der pantomimischen „Segway-Fahrt“: Die visuelle Darbietung seiner Gags war schlicht genial.

Auch an politischen Pointen mangelte es dem Programm nicht. So warf der Comedian beispielsweise folgende Frage in die Runde: „Warum wollen wir Deutschen eigentlich alle kleine Autos fahren, exportieren aber die meisten Panzer der Welt?“ Auch in Richtung der Generation Smartphone richtete er eine seiner Anekdoten: „Wir brauchten damals keine Handy-Videos, wir haben die Geschichten im Herzen.“

Im Spiel mit dem Publikum fühlte sich Mittermeier besonders wohl. Einzig die Volleyball-Halle behagte ihm nicht so ganz: „Volleyball kommt bei uns im Freistaat kurz vor der Homo-Ehe“, sagte er augenzwinkernd.

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