Merkener Ringer: Alles bereit für die Zweitliga-Saison

Von: Lukas Weinberger
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Die Kaderplanung im Griff: Adam Sadyrkhanov (in Rot) bleibt in Merken, Lernik Vanjan (in Blau, damals noch beim KSV Hohenlimburg) verlässt den RC nach nur einer Saison. Foto: Lukas Weinberger

Merken. Ja, es ist ein Abenteuer, auf das sich der Ringerclub Merken da in der kommenden Saison einlässt. Die Riege aus dem Dürener Stadtteil geht ab September in der zweiten Liga auf die Matte.

Einlassen kann sich der RC auf dieses Abenteuer nur, weil Oberligameister TV Essen-Dellwig freiwillig auf den Aufstieg verzichtet hat. Merken rückt als knapp geschlagener Zweiter nach. „Wir haben diese Chance genutzt, weil es für unsere Athleten und unsere Zuschauer in der Oberliga schlicht zu langweilig geworden ist“, sagt der RC-Vorsitzende Bernd Koral.

In den vergangenen beiden Jahren hatte Merken nur zwei konkurrenzfähige Gegner – 2012 den KSV Hohenlimburg, 2013 die Essener. Alle anderen Riegen reisten teilweise mit ihrer zweiten Garnitur nach Merken – „weil sie auch mit der ersten verloren hätten“, sagt Koral. Die Ringer aus dem Dürener Stadtteil siegten oftmals mit weit mehr als zehn Punkten Vorsprung, die Zuschauer verloren das Interesse. Das wird sich nun ändern: „In der zweiten Liga wird es wieder tolle Kämpfe in Merken geben“, ist Bernd Koral überzeugt.

Damit die Merkener eine Etage höher konkurrenzfähig bleiben, haben sich die Verantwortlichen in Sachen Kaderplanung bereits mächtig ins Zeug gelegt. Und schon vier Neuzugänge unter Dach und Fach gebracht: Die bundesligaerfahrenen Juri Baron (KSV Hohenlimburg) und Jozef Joloviar (Erzgebirge Aue) haben wie auch Massud Khesraw (AFG Hannover) in Merken unterschrieben. Dazu kommt Abus Magomedov nach sieben Jahren vom AC Mülheim am Rhein nach Merken zurück. Zwei weitere Zugänge würden noch zum Team stoßen, sagt Koral, „da warten wir nur noch auf die Unterschrift.“

Verlassen haben den RC Max Furin (AC Mülheim am Rhein), Mohamed Zeggai (TuS Aldenhoven), Lernik Vanjan und Gevorg Vardanyan (beide Ziel unbekannt). Neben den Neuverpflichtungen ist der Verbleib der „Dürener Fraktion“ beim RC ein Pfund, mit dem die Merkener in der kommenden Saison wuchern können: Daniel Anderson, Andreas Enns, Alexander Kleer, Justin Colling, Ibragim Maschidov und Adam Sadyrkhanov – sie alle waren schon in der Vergangenheit absolute Leistungsträger, sie alle haben einen Bezug zu Düren. „Sie sind ein Grund, warum wir den Weg in die zweite Liga gehen können“, sagt Koral.

Alle hätten bessere Angebote anderer Vereine abgelehnt. Mit dabei werden auch die „Aufstiegsgaranten“ Ede Komàroni und Maxim Mamulat sein – trotz Angeboten aus der Eliteklasse.

Um das Abenteuer in Liga zwei zu bewerkstelligen, hat der RC Merken Geld in die Hand nehmen müssen. Viel Geld für den kleinen Verein. Lange war es unsicher, ob der Ringerclub überhaupt in der Lage ist, einen Etat für die zweite Liga auf die Beine zu stellen. Mit der Hilfe einiger Sponsoren hat dies aber nun funktioniert. Und dennoch: „Im ersten Jahr wird es finanziell wirklich schwierig, da wir höhere Ablösen zahlen und Gebühren aufbringen müssen“, sagt Koral. Das sei in der Oberliga nicht notwendig gewesen. Deshalb dauere die Suche nach weiteren Sponsoren weiter an.

Bei der Heimkampfstätte hat der RC Merken hingegen jetzt schon vollkommene Planungssicherheit: Auch in Liga zwei werden die Ringer ihre Heimkämpfe in der Merkener Mehrzweckhalle austragen. Eine Ausnahmegenehmigung sei zwar beantragt worden, sagt Koral, im Endeffekt aber gar nicht notwendig gewesen. Für das große Merkener Abenteuer ist also schon fast alles bereitet.

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