Merkener als Nachwuchskünstler bei „Lachender Kölnarena“

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
7232625.jpg
Tommy Walter aus dem Dürener Stadtteil Merken ist als Sänger im Kölner Karneval unterwegs.

Düren. Zehn Minuten, zwei Lieder und 10.000 bunt kostümierte Menschen, die mitklatschen und mitsingen. „Es ist ein Wahnsinns-Gefühl! Gänsehaut pur.“ Derjenige, der dieses „Wahnsinns-Gefühl“ bis Karnevalssonntag noch vier Mal erlebt, ist der erst 24-jährige Tommy Walter aus Merken. Der junge Mann tritt als Nachwuchskünstler bei der „Lachenden Kölnarena“ auf.

Und das insgesamt sieben Mal. Ganz alleine auf einer 17 mal 12 Meter großen Bühne. Und gleich hinter der Kölner Kultband „Die Höhner“. „Ja, es ist nicht einfach, direkt nach den Höhnern auf die Bühne zu müssen“, sagt Tommy Walter. „Aber es geht. Ich muss diesen enormen Platz halt alleine füllen. Das heißt, ich bin immer in Bewegung. Aber ich habe diese Feuertaufe bestanden.“

Tommy Walter hat schon immer davon geträumt, im Kölner Karneval aufzutreten. „Die Liebe zum Karneval ist bei mir absolut familiär bedingt“, lacht er. „Ich mag aber auch die Musik und die Kölsche Sprache. Für mich ist das einfach eine warme Sprache, mit der man sehr gut Gefühle ausdrücken kann.“

Schlager-Wettbewerb gewonnen

Seit seinem 17. Lebensjahr singt Tommy Walter in verschiedenen Bands, 2010 hat er einen Nachwuchs-Schlagerwettbewerb von Hitparaden-Moderator Uwe Hübner gewonnen und durfte in der Fernsehsendung „Immer wieder sonntags“ mir Stefan Mross auftreten. Schon 2012 hat Tommy Walter den Motto-Song der Kölner Straßenfeste gesungen, bei denen er seitdem auch regelmäßig als Moderator auftritt.

Dadurch ist auch der traditionsreiche Klub Kölner Karnevalisten auf ihn aufmerksam geworden, mittlerweile werden Walters Lieder von „Domstürmer“-Sänger Micky Nauber produziert. „Der Klub Kölner Karnevalisten ist eine der größten Künstlervereinigungen in Köln“, so Walter. „Einmal im Jahr gibt es einen Vorstellabend, bei dem die Künstler sich präsentieren können. Und danach wird man dann gebucht.“

Tommy Walter muss sich gut präsentiert haben, bei 70 Kölner Karnevalssitzungen hat er in dieser Session gesungen – die Auftritte beim Straßenkarneval und bei den Tanzveranstaltungen an den Karnevalstagen nicht mitgerechnet. Außerdem hat er die Engagements für die Kölnarena bekommen. Genau wie bei diesen Auftritten, bei denen er nur zwei Lieder singen darf, präsentiert Tommy Walter am liebsten seine eigenen Songs.

„Su sin mir Kölsche“ und „Fastelovend en Kölle“ heißen seine aktuellen Lieder. „Mir ist es wichtig, dass die Texte, die ich singe, einen Sinn haben. Und dass auch eine Botschaft rüberkommt. Deswegen würde es für mich auch nie in Frage kommen, auf Mallorca am Ballermann aufzutreten.“ Darüber hinaus, so Walter, müssten die Lieder irgendwie Ohrwurm-Charakter haben. „Die Leute müssen sich damit identifizieren.“ Deswegen, so der Stimmungssänger, sei es ihm auch ein Anliegen, immer gemeinsam mit seinem Produzenten über die Songs zu entscheiden.

Ein Solokünstler ist im Kölner Karneval immer noch die große Ausnahme, vielleicht ist Tommy Walters Karriere auch deswegen so rasant verlaufen. „Es war nie mein Ziel, vom Singen leben zu können. Aber das tue ich jetzt. Und ich das beste Beispiel dafür, dass man es im Kölner Karneval schaffen kann. Auch als Solokünstler. Und auch, wenn man gar nicht aus Köln kommt.“

Übrigens gibt es für den Merkener nach Aschermittwoch keine Pause. „Dann widme ich mich wieder verstärkt meinem Studium. Und arbeite an meinen Liedern für die nächste Session.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert