Zerkall/Vossenack - Mehr Platz für Camper

Mehr Platz für Camper

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
campingwagen
Ist der Hürtgenwald eine gute Anlaufstelle für Wohnmobile? Foto: dpa

Zerkall/Vossenack. Die klassischen Wohnmobil-Fahrer sind aufgeschlossene, kontaktfreudige Menschen, die Natur und Umwelt achten und abends am Stellplatz auf andere Camper treffen, mit denen sie einen Plausch halten können. Dass sich überwiegend ältere Ehepaare auf diese Form des Reisens spezialisiert haben, mag daran liegen, dass ein solches Mobil schnell mehr als 60.000 Euro kostet.

Mit diesem Stimmungsbild stimmte Sylvana Rosenkranz vom Vettweißer Beratungsunternehmen „Camping Solutions“ die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft auf die Frage ein: Wie stehen die Chancen für die Gemeinde Hürtgenwald, für möglichst viele Wohnmobilfahrer ein Ziel auf der Landkarte zu werden? Wo könnten Wohnmobil-Stellplätze entstehen?

Zwei Standpunkte hat Sylvana Rosenkranz unter die Lupe genommen: den Nationalpark-Infopunkt in Zerkall und eine Wiese in Nachbarschaft des Vossenacker Museums „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“. „Ich würde ihnen empfehlen, beide Standorte zu Stellplätzen umzubauen“, so die Beraterin. Die Eifel entwickle sich zunehmend zu einem Ziel auch für Wohnmobilisten.

Die direkt am Zerkaller Infopunkt gelegene Wiese biete Platz für bis zu zehn Stellplätze, auch Parkplätze für Autos blieben weiterhin vorhanden. Die Sanitäranlagen des Infopunktes, der bereits heute von Wohnmobilfahrern angesteuert wird, könnten genutzt werden. Die Installation von Stromsäulen, Entsorgungseinrichtungen und Frischwasserleitungen sowie die Anlage fester Stellplätze koste rund 45.000 Euro. In Vossenack müsste die Wiese zunächst teilweise abgetragen werden, um eine ebene Stellfläche zu schaffen.

Dort gebe es Platz für zwölf Wohnmobile und weitere Parkplätze für Museumsbesucher. Die Kosten dort schätzt Sylvana Rosenkranz auf 118.000 Euro. Bei bis zu 60 Prozent Auslastung rechnet sie mit Einnahmen von 8400 Euro im ersten bis zu bis 12.600 Euro im dritten Jahr in Zerkall und maximal rund 15 000 Euro in Vossenack. Personal- und Betriebskosten setzt sie jeweils mit 3200 und 4000 Euro an. Eine „Übernachtung“ kostet acht Euro zuzüglich Strom.

„Für private Betreiber rechnet sich ein solcher Platz erst ab 45 Stellplätzen“, sagte die Beraterin. Für eine Gemeinde könnten kleinere Plätze aber sinnvolle Investitionen sein – auch zur Förderung des Tourismus‘.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert