Masterplan soll Düren in die Zukunft führen

Von: Ingo Latotzki
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Das Wasserrad an der Pleußmühle könnte Düren ein Stück Identität geben. Die Stadt stehe für Wasser und Papier, sagt der Aachener Stadtplaner Dr. Harals Heinz, der für Düren einen Masterplan erstellt. Foto: Latotzki
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Der Aachener Stadtplaner Dr. Harald Heinz.

Düren. Ein Masterplan soll der Stadt Düren in den kommenden Jahren als Leitfaden dienen. Ein Aachener Fachbüro ist mit dem Plan beauftragt und soll im Spätsommer kommenden Jahres fertig sein. Der Masterplan beschäftigt sich mit Themen wie Einzelhandel, Geschäftsleerstand, Verkehr, Wohnen oder Sicherheit und Ordnung.

Der Aachener Stadtplaner Dr. Harald Heinz wird sich mit diesen Themen in der Stadt beschäftigen, um danach Handlungsvorschläge zu machen. Über allem steht die Frage: Wie soll sich die Stadt Düren künftig entwickeln?

Der Masterplan ist aber auch wichtig, um Zuschüsse des Landes für Bauvorhaben, Sanierungen oder andere Investitionen in städtebauliche Projekte zu erhalten. In der Regel fließen dann 80 Prozent Zuschüsse, den Rest muss die Stadt selbst aufbringen.

Laut Stadtplaner Heinz sei es mit entscheidend, dass Düren eine Identität findet. Aus der Historie heraus steht Düren für Papier und Wasser. Beides sei im Stadtbild aber kaum zu sehen. Denkbar sei, dass in der City mit Relikten aus der Papierindustrie und Wasser in Form von Kunst eine Identität hergestellt wird.

Nach kurzer Zeit in der Stadt sei ihm aufgefallen, „dass Dürener oft kein positives Bild von ihrer Stadt haben“. Das müsse sich ändern. Auf Gespräche setzt der Stadtplaner auch weiter: Geredet werden soll mit Jugendlichen, Geschäftsleuten, Künstlern, Medien, Architekten oder Politikern.

Wie stellen sich die gesellschaftlichen Gruppen in Düren ihre Stadt vor? Die Ergebnisse werden geordnet und zusammengefasst und in regelmäßigen Abständen (auch öffentlich) diskutiert. Dürens Baudzernent Paul Zündorf begrüßt dieses Verfahren: „Uns ist wichtig, dass den Bürgern nicht ein fertiges Ergebnis präsentiert wird, zu dem sie dann etwas sagen könne, sondern, dass wir mit ihnen von Anfang an zusammenarbeiten.“

Beteiligen können sich Interessierte auch über das Internet. Demnächst soll eine Plattform eingerichtet werden, auf der Bürger kommentieren können.

Vor mehr als zehn Jahren hat die Stadt mit dem sogenannten Hamerla-Gutachten schon einmal eine Art Masterplan erarbeiten lassen. Der Dortmunder Stadtplaner hatte damals unter anderem angeregt, die Fußgängerzonen neu zu gestalten.

Dies ist mit neuem Pflaster und Beleuchtungen geschehen. Andere Anregungen, wie die Neugestaltung des Parkplatzes Schützenstraße (gegenüber dem Parkhaus), wurden nicht verwirklicht.Bürgermeister Paul Larue verglich den Masterplan, über den letztlich der Stadtrat abstimmen wird, mit einem Navigationsgerät, das einen in der Regel gut leite. Dennoch sollte „man nicht das Denken einstellen, um weiter flexibel reagieren zu können“. Angemerkt

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