Masterplan für die Innenstadt soll im Herbst 2014 fertig sein

Von: inla
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Stadtplaner Dr. Harald Heinz vor einem Plan der Dürener Innenstadt. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Bis zum Herbst kommenden Jahres soll der Masterplan Innenstadt für Düren fertig sein. In dem Werk, das mit Hilfe eines Aachener Fachbüros erstellt wird, soll aufgenommen werden, wie sich die Dürener City in den nächsten Jahren entwickeln soll. Nur Kommunen, die ein Handlungskonzept haben, können auch Städtebauförderungsmittel beim Land beantragen. Das ist, unter anderem, das Ziel der Stadt Düren.

Stadtplaner Dr. Harald Heinz erläuterte am Mittwoch bei einem Pressetermin, wie er den Masterplan erarbeiten wird. Es geht um die unterschiedlichsten Themenfelder in der Stadt: Einzelhandel, Verkehr, Freizeit- und Kulturangebote, Sicherheit und Ordnung, Wohnen, Geschäftsleerstände oder die Aufenthaltsqualität.

Dr. Heinz, der sich mehr als Stadtplaner denn als Architekt sieht, will das Gespräch mit vielen Menschen suchen, um die diversen Sichtweisen auf die Stadt kennen zu lernen, zu bündeln und später in Fachgremien diskutieren zu lassen. „Wir werden die Bürger nicht nur beteiligen, wir werden mit ihnen zusammenarbeiten“, sagte Stadtplaner Heinz.

Dürens Baudezernent Paul Zündorf sagte, man werde anders als früher den Bürgern nicht fertige Konzepte präsentieren, sondern sie sofort einbinden. Ein wichtiger Aspekt, so der Aachener Planer Heinz, sei es, in Düren eine Identität mit der Stadt zu schaffen. Er nannte aus der Historie der Stadt heraus die Begriffe Wasser und Papier. Beides finde sich kaum in der City, biete aber die Möglichkeit, identitätsstiftend zu sein. Etwa über Kunstwerke, die sich mit Wasser oder Papier beschäftigen und sich als roter Faden durch die Stadt ziehen.

Bürgermeister Paul Larue sagte, es sei für die Stadt wichtig, „wenn der gesamte Prozess des Masterplanes in einem einvernehmlichen Rahmen ablaufen würde“. Sonst sei es schwierig, Investoren für die Stadt zu finden. Denn auch darum geht es. Stadtplaner Dr. Heinz rechnete vor, dass eine Investition von einer Million Euro im Städtebau Folgeinvestitionen durch die private Wirtschaft in Höhe von fünf Millionen Euro auslösen würden.

Die Stadt selbst muss bei eigenen Bauvorhaben etwa 20 Prozent der Summe aufbringen, den Rest steuert das Land bei. In diesem Rahmen läuft zum Beispiel auch die Finanzierung für das „Haus für alle“ in Norddüren, das derzeit gebaut wird. Norddüren ist Teil des landesweiten Förderprogramms „Soziale Stadt“.

Wenn alle Ideen, Vorschläge und Teilkonzepte erarbeitet sind, wird der Stadtrat abschließend über den Masterplan entscheiden.

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