Düren - Marshall und Alexander begeistern in der Anna-Kirche

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Marshall und Alexander begeistern in der Anna-Kirche

Von: Anneliese Lauscher
Letzte Aktualisierung:
Marc Marshall (links) und Jay
Marc Marshall (links) und Jay Alexander erfreuten ihr Publikum in der voll besetzten Anna-Kirche in Düren. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Sie machen keine Show, sie singen. Sie lassen ihre Stimmen im Kirchenraum erklingen und begeistern hunderte Zuhörer: Marc Marshall und Jay Alexander zogen am Montagabend in der Anna-Kirche alle Register.

„Die Top Ten des Himmels” - so nennen Marshall und Alexander ihr Kirchenkonzert. Damit stellen sie an sich selbst hohe Ansprüche und versprechen ihrem Publikum ein Programm voller Höhepunkte. Gespannt warteten die Zuhörer im dunklen Kirchenraum auf den Beginn. Es erklangen die ersten Takte des berühmten „Halleluja” aus Händels Messias.

Singend schritten die beiden Sänger durch den Mittelgang nach vorne zum Altar, der erste Eindruck ihrer geschulten Stimmen ließ die Gäste gleich zufrieden lächeln. Einige Komponisten haben sich mit der Vertonung des Ave Maria unsterblich gemacht, unter ihnen Bach und Gounod, Schubert und Mascagni. Marshall und Alexander hatten vier Lieder ausgewählt, und in ihrem gefühlvollen Vortrag harmonierten der Bariton und der Tenor vorzüglich. Auch die behutsame Begleitung der sehr verhalten gespielten Gitarre, des Harmoniums und der Klarinette unterstrich die brillante Darbietung.

Die Sänger stellten ihre Musiker vor: den Gitarristen Klaus Jäckle, Richard Whilds am Harmonium und den Multi-Instrumentalisten Frank Lauber, jeder für sich ein Könner, der die volle Aufmerksamkeit und Applaus verdiente. In der Stille des Kirchenraums kam das Solo-Gitarrenspiel besonders gut zur Geltung: Klaus Jäckle ließ das Publikum bei „Tristesse” träumen, und ganz leise summten einige Zuhörer mit: „In mir klingt ein Lied”.

So richtig feierlich eingestimmt wurde das Publikum in die Pause entlassen, zuvor durfte es noch mitsingen: „Großer Gott, wir loben dich”. Dann herrschte großer Andrang auf CDs, offensichtlich wollten die Fans (durchweg über fünfzig) die Erinnerung an diesen schönen Musikabend immer wieder mal hervorholen können.

„Ich finde es gut, dass die beiden Sänger in der Kirche auftreten”, sagte eine Besucherin aus Birkesdorf, „ich denke, dass die wunderbaren Vorträge auch was für die Kirche bringen, ein gemeinsames schönes Musikerlebnis für die Menschen.”

Mit viel Gefühl und Inbrunst ging es weiter: „Mille cherubini in coro” von Franz Schubert, die Darbietung des weltberühmten Wiegenliedes ging unter die Haut. Händels „Largo” und das Agnus Dei von George Bizet waren die nächsten Glanzpunkte. Und einmal mehr durfte man sich am grandiosen Gitarrenspiel von Klaus Jäckle erfreuen: Mit „Recuerdos de la Alhambra” von Francisco Tárrega entführte er die Zuhörer in die tausend Jahre alten Mauern der Alhambra. Für Autogramme standen die Fans am Ende Schlange, manch ein Besucher sang auf dem Heimweg vor sich hin.
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