Nideggen - Mario Lennartz hilft im Auftrag des DRK in Pakistan

Mario Lennartz hilft im Auftrag des DRK in Pakistan

Von: oha
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Die Flutkatastrophe in Pakistan nimmt immer größere Ausmaße an. Nach neuesten Schätzungen sind acht Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reist Mario Lennartz aus Nideggen-Schmidt am Dienstag in das Katastrophengebiet.

Der Diplom-Ingenieur wird vor Ort eine Aufbereitungsanlage für sauberes Trinkwasser installieren. Mario Lennartz ist inzwischen geschult, was internationale Hilfe angeht. Vor wenigen Wochen war der 42-Jährige für das DRK im Erdbebengebiet von Haiti im Einsatz, um dort ein Krankenhaus aufzubauen.

Die Hochwasserkatastrophe in Pakistan stellt neue Ansprüche an den Helfer. Weil alle Flüsse rund um den Indus durch den Dauerregen einen Großteil des Landes überschwemmt haben, wird sauberes Trinkwasser knapp. Die ersten Menschen sind bereits an verseuchtem Wasser gestorben.

Die pakistanische Hilfsorganisation Roter Halbmond habe schon viel für die betroffenen Menschen getan, sagt Lennartz. Es seien auch schon viele Helfer aus dem Ausland im Einsatz, „doch die kommen jetzt alleine einfach nicht mehr klar”, begründet der Schmidter, warum er nach Pakistan beordert wurde.

Vor Ort soll der selbstständige Diplom-Ingenieur aus der IT-Branche eine Anlage installieren, die 15 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen kann. „Alle Schweb- und Schadstoffe werden dem Wasser entzogen. Dann ist es wieder klar, wird aber sicherheitshalber noch gechlort. So ist es einige Tage lagerfähig”, erläutert Lennartz den Prozess.

Am Dienstag wird der 42-Jährige in Islamabad landen. „Wir sind die Ersten. Es werden weitere Einsatzkräfte des DRK aus Deutschland folgen.” Vier bis sechs Wochen wird Lennartz in Pakistan bleiben. In dieser Zeit sollen auch pakistanische Hilfskräfte ausgebildet werden. Die mitgeführte Technik wird nämlich vor Ort bleiben. Damit er selbst heil zu seiner Lebensgefährtin zurückkehrt, bekam Mario Lennartz noch eine Malaria-Prophylaxe mit. Impfungen gegen Typhus und Cholera hatte er bereits vor dem Haiti-Einsatz bekommen.

Die Bilder aus Katastrophengebieten sind meist erschreckend. Wie gehen die Helfer mit diesen traumatisierenden Eindrücken um? „Mit den Bildern ist man noch Wochen beschäftigt. Da hilft es, dass man manche Situationen mit Kollegen vor Ort besprechen und verarbeiten kann.”
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