Düren - Margie Kinsky im „Komm”-Zentrum: „Für wen bin ich ein Gutschein?”

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Margie Kinsky im „Komm”-Zentrum: „Für wen bin ich ein Gutschein?”

Von: Anneliese Lauscher
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Alltagssituationen im Leben einer Frau und Mutter stellt Margie Kinsky mit Witz und Ironie dar, das Publikum im ausverkauften „Komm” hatte seine helle Freude daran. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Man fühlte sich fast wie zu Hause. Munter plaudernd gingen die Gäste hinunter in den kleinen feinen Theaterraum im „Komm”, suchten sich einen Sitzplatz, und eine wenig auffällige Frau mittleren Alters reichte ihnen die Hand und begrüßte sie: Margie.

Mittendrin will sie sein, die erwartungsvolle Atmosphäre spüren, ihre Gäste ganz von Nahem sehen. „Kinsky legt los” heißt das Soloprogramm, mit dem Margie Kinsky am Montag im „Komm” auftrat.

Man kennt die temperamentvolle Mutter vom Improvisationstheater „Springmaus” und darf gespannt sein, wie sie jetzt loslegen will. Die Damen im Zuschauerraum sind weit in der Überzahl, und die Männer scheuen sich, in der ersten Reihe zu sitzen. Aber da jeder Platz besetzt ist, muss man schließlich auch ganz vorne Platz nehmen.

Margie, in Jeans und karierter Bluse, will ihr Publikum kennenlernen, sie fragt einfach drauflos, wer von wo gekommen ist. „Für wen bin ich ein Gutschein?” will sie wissen, und lachend bekommt sie die entsprechenden Antworten. Oder ist sie vielleicht ein Trostpreis? Dann legt sie los, mit Alltagsgeschichten, scharf beobachtet und witzig dargestellt. Die moderne Mutter beispielsweise geht ihr unbeschreiblich auf die Nerven, wenn sie ihre kleine Tochter -zigmal ermahnt „Charlotte - nein. Neihein!” Und Charlotte macht weiter, was sie will. „Da krieg ich eine Regung”, erzählt Margie, „eine Regung, da kann man nix für, die kommt einfach so aus mir raus.” Und sie beschreibt wortgewaltig, wie sie voller Empörung der Mutter Bescheid gesagt hat.

Die lieben Kleinen geben Stoff für so manche herrliche Anekdote. Wer kennt nicht die Situation in der Nähe der Supermarktkasse, wenn ein Kind darum bettelt, dass man ihm Süßigkeiten kauft? Um die Hilflosigkeit der Väter noch krasser darzustellen, bat sich Margie aus der ersten Reihe den Karl auf die Bühne; der sollte sich nun durchsetzen gegenüber den raffinierten Einfällen eines hartnäckigen kleinen Mädchens. Ein köstlicher Spaß, und Karl wurde zum „Superpapa” erklärt!

Viel gelacht wurde über die Vergleiche von jungen mit älteren Frauen, über Tattoos und String-Tangas und natürlich über „Marita Nettekoven”, die ahnungslos im Swinger-Club landet. Und auch über deren gute Ratschläge, wie eine Frau nach 27 Ehejahren auf der Hut sein muss, damit sie überhaupt noch als Frau wahrgenommen wird. Alles sehr emotional, energiegeladen und pointiert. Das gefiel nicht nur den Damen, auch die Herren hatten ihren Spaß daran, wie Margie Kinsky, das Temperamentsbündel, Dampf ablässt.
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