Marathon der Pfadfinder an der Sophienhöhe

Von: Hendrik Buch
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Die müden Läufer ruhten sich nach dem Wettbewerb im Zeltlager am Stadion Sophienhöhe aus. Foto: Hendrik Buch Oder: Stolze 42 km haben die beiden bewältigt. Und gilt „Essen fassen“ im Zeltlager. Foto: Hendrik Buch

Hambach. „Dieser Lauf hier ist auch ein Stück weit sinnlos“, meint Lagerleiter Cashew. Cashew heißt im echten Leben Kersten Müller, hier bei den Pfadfindern kennt man ihn aber besser unter seinem Fahrtennamen. Wenn Cashew das Marathonlager als „sinnlos“ bezeichnet, meint er das natürlich nur im besten Sinne.

„Bei uns gibt es für die 42 Kilometer keine Zeitmessung, keine Urkunden“, weiß der Pfafinder, „Leistungsdruck haben wir heutzutage überall genug“.

Alleine für sich selbst

So steht beim Marathon des Deutschen Pfadfinderbundes der Kampf gegen den inneren Schweinehund im Fokus. Das Ziel: Etwas zu Ende bringen ohne Wettbewerb, ohne Druck und einzig und alleine für sich selbst. Zum zweiten Mal gastierte der Bund am Wochenende an der Sophienhöhe in Hambach.

„Das letzte Mal liegt allerdings schon gute 15 Jahre zurück“, erinnert sich Cashew, „damals sind wir noch ums Loch herumgelaufen.“ Das ist zwar heute nicht mehr möglich, aber auch die neue Strecke gefällt den Teilnehmern gut wie Robert Düster, Fahrtenname Klopfer, bestätigt.

„Der Marathon ist immer wieder eine Herausforderung und das Lager eine tolle Möglichkeit Freunde zu wiederzusehen oder neue zu finden“, schwärmt der Bonner. 120 Läufer nahmen insgesamt am Lauf Teil. Ein toller Schnitt bei einem Bund mit gerade einmal 3000 Mitgliedern auf Bundesebene.

Das Teilnehmerfeld variierte von der jüngsten Teilnehmerin, der elfjährigen „Cockie“, bis hin zu Läufern über 70 Jahre. „Einige Senioren und Familien nehmen eine 21 KM Strecke“, erklärt der Lagerleiter, „selbst wenn der Marathon zu viel ist wollen eben viele weiter dabei sein.“ Weitere 30 Pfadfinder sorgten am Streckenrand und im Lager für die Verpflegung und die Lager-Infrastruktur.

Dank für Unterstützung

Entstanden ist der Marathon aus einer Laune heraus. Zum Geburtstag hatte sich ein verdientes Mitglied einmal einen Pfadfindermarathon gewünscht. „Danach hat sich das Ganze dann hochgeschaukelt“, weiß Cashew. Organisiert wurde das Lager vom Bergheimer Konvent Ruediger von Bechlaren. „Die Unterstützung von den Hambacher Vereinen und den Anwohnern war super“, dankt Müller, „und auch die Kooperation mit den Verantwortlichen am Tagebau war einwandfrei.“

Am Freitagabend waren die Pfadfinder zum Lager angereist, welches traditionell am ersten Maiwochenende stattfindet. Nach dem Lauf am Samstag stand am Abend das Feiern im Mittelpunkt. Trotz müden Knochen ging der Gitarrenabend am Lagerfeuer bis in die Nachstunden. Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen ging es für die Teilnehmer aus der gesamten Bundesebene zurück in ihre Heimat.

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