Nideggen - Lohnt sich der Verkauf des Rathauses?

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Lohnt sich der Verkauf des Rathauses?

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Rechnet es sich für Nideggen, das Rathaus zu verkaufen und die Verwaltung im Schulzentrum unterzubringen? Foto: stock/Horst Galuschka

Nideggen. Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag kurbelt die Fraktion „Menschen für Nideggen“ die Diskussion um weitere Einsparmöglichkeiten an. Die Idee: Man solle doch mal prüfen, ob die Stadtverwaltung auch im Schulzentrum untergebracht werden könne. Ginge dies, könnte man das Rathaus verkaufen. Fraktionsvorsitzender Erwin Fritsch: „Das Rathaus liegt im Zentrum des kleinen Altstadtkerns und könnte für einen Investor zur Nutzung als Hotel oder für Ferienwohnungen interessant sein.“

Entscheidend bei der Prüfung könnte sein, wie viele Räume im Schulzentrum überhaupt leer stehen oder zukünftig frei werden. Dort sind derzeit insgesamt vier Schulen untergebracht: neben der Grundschule die neue Sekundarschule sowie die Haupt- und Realschule. Letztere laufen beide aus. Fritsch verweist darauf, dass statt der bisherigen vier bis fünf Eingangsklassen mit der neuen Sekundarschule nur noch zwei Eingangsklassen, absehbar vielleicht auch nur noch eine Eingangsklasse gebildet werden und auch die Zahlen im Grundschulbereich deutlich zurückgingen. Dementsprechend müssten dort auch Räume frei werden.

Dieter Weber, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, sieht dies derzeit noch nicht: „Zurzeit steht kein einziger Raum leer. Das hängt auch damit zusammen, dass durch den differenzierten Unterricht in der Sekundarschule und die verstärkte Arbeit in Gruppen der Platzbedarf bei dieser Schulform größer ist.“  Fritsch selbst geht davon aus, dass auch die gewollte Inklusion Raum kosten kann. Aber eben das alles müsse untersucht werden, fordert er. Zumal Fritsch neben dem Rückgang der Schülerzahlen noch eine andere Entwicklung sieht: Will man weitere Einsparmöglichkeiten erzielen, komme man nicht umhin, stärker als bisher über eine interkommunale Zusammenarbeit nachzudenken. In der Tat muss ein Grundsteuerbescheid nicht unbedingt in Nideggen erstellt werden, auch Arbeiten eines Bauhofes könnten sich Kommunen teilen.
Fritsch: „Denkt man dies konsequent zu Ende, landet man bei der Frage, wie groß eine Stadtverwaltung künftig noch sein muss.“ Soll heißen: In ein paar Jahren könnte die Stadtverwaltung auch mit weniger Raumbedarf im Schulzentrum gut untergebracht sein. Ganz abgesehen davon, dass man auch darüber nachdenken könne, ob sich am Schulzentrum notfalls nicht auch ein Anbau lohnen würde, damit man das Rathaus verkaufen könne. Fritsch: „Wir empfehlen deshalb einen Verkauf des Rathauses und einen Umzug der Verwaltung in das Schulzentrum ernsthaft zu prüfen und durchzurechnen.“   

Ralph Ballast, Landesbeauftragter für Nideggen, versprach am Donnerstag, diese Idee zu berücksichtigen. „Ich befinde mich derzeit noch im Stadium mit allen Fraktionen zu sprechen und bekomme auch schon Vorschläge von Bürgern. Es wird aber kein Vorschlag zur Seite gelegt und grundsätzlich ist auch dieser Vorschlag denkbar.“


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