Nörvenich - Lieferengpass beim Eurofighter

Lieferengpass beim Eurofighter

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
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Die ersten vier von 35 Eurofightern nehmen in Nörvenich den Flugbetrieb auf.

Nörvenich. Bisher sind auf dem Nörvenicher Fliegerhorst lediglich die beiden Eurofighter stationiert, die bereits Mitte Dezember eingeflogen worden sind. Vorläufig werden es auch nicht mehr werden, weil der Flugbetrieb mit der neuen Maschine für etwa ein Jahr in Rostock/Laage konzentriert wird.

Generalmajor Peter Schelzig, Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, besuchte am Dienstag das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke”, um die Einheiten über die beschlossene Zentralisierung zu informieren. Es sprach zunächst mit Soldaten aller Dienstgrade, um dann auch eine Unterredung mit Vertretern des Personalrates und den Vertrauensleuten zu führen.

Weil die Lieferung der neuen Kampfflugzeuge sehr schleppend voran geht, will die Luftwaffe so gut wie alle der 48 verfügbaren Maschinen in Rostock/Laage zusammenziehen, damit die Piloten und das Bodenpersonal den Umgang mit dem Eurofighter in der Praxis üben können.

Die beiden nach Nörvenich gelieferten Maschinen bleiben allerdings auf dem Fliegerhorst, um hier technisch erprobt zu werden. In diesem Jahr soll das Geschwader zwar noch weitere fünf Flugzeuge bekommen, die aber zunächst ebenfalls in Rostock/Laage stationiert werden.

Für die Piloten und Techniker des Fliegerhorstes wird eine Art „Lufttaxi” eingerichtet: Jeweils montags wird vom Fliegerhorst aus eine Transportmaschine das betroffenen Personal (jeweils zwischen zehn und 30 Kräfte) zum Schwester-Geschwader 73 „Steinhoff” bringen und freitags wieder zurück. „Die Kräfte sollen wenigstens die Wochenenden bei ihren Familien verbringen können”, sagte Generalmajor Schelzig.

Der Kommodore des Nörvenicher Geschwaders, Oberst Ingo Gerhartz, zeigte sich mit der Zentralisierung der Ausbildung voll einverstanden. Die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände des Fliegerhorstes gehen zügig voran. Insgesamt investiert die Luftwaffe rund 140 Millionen Euro in die Modernisierung und die nötige technische Infrastruktur. Das neue Simulatorgebäude ist fertig und die Technik darin einsatzfähig.
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