Düren - Letzter Abschied von Josef Vosen

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Letzter Abschied von Josef Vosen

Von: oha
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Bürgermeister Paul Larue erin
Bürgermeister Paul Larue erinnerte in seiner Ansprache vor den Trauergästen auf Schloss Burgau an den Einsatz Vosens für seine geliebte Stadt Düren. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Der frühere Bürgermeister, Bundestagsabgeordnete und Ehrenbürger der Stadt, Josef Vosen, ist am Donnerstag unter großer Anteilnahme aus der Bevölkerung auf dem Friedhof in Birkesdorf beigesetzt worden.

Zuvor hatten die Familie und zahlreiche Weggefährten im Rahmen einer Trauerfeier auf Schloss Burgau Abschied von dem beliebten SPD-Politiker genommen, der vergangene Woche in seiner zweiten Heimat Griechenland einem plötzlichen Herzversagen erlegen war. Josef Vosen wurde nur 69 Jahre alt.

„Wir sind dankbar für alles, was er uns geschenkt hat”, betonte Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz zur Begrüßung der rund 400 Trauergäste, darunter auch Franz Müntefering, im Winkelsaal der Burg. „Wir hoffen, dass alles, was er in seinem Leben ausgesät hat, aufgeht.” Pfarrer i.R. Wolfgang Hindrichs brachte wohl zum Ausdruck, was die meisten im Saal dachten: „Wir müssen es begreifen und begreifen es doch nicht.” Zu unerwartet war der Tod Vosens gekommen.

Hindrichs: „Alles erinnert noch frisch an den Vater, Großvater, Freund und Politiker. Er ist gestorben mitten in einem arbeitsreichen und erfolgreichen Leben.” Josef Vosen haben noch so viele Träume und Projekte gehabt, die er gerne verwirklichen wollte. Hindrichs: „Sein Tod hat eine Lücke gerissen.” Er habe die Stadt Düren geliebt und ihre Bürgerinnen und Bürger. „Sie haben ihm viel zu verdanken”, sagte Hindrichs.

Bischof Evmenios von Lefka Georgios Tamiolakis, der mit den griechischen Freunden Vosens zuletzt eine Andacht an der Strandstelle abgehalten hatte, an der der Dürener starb, sprach im Winkelsaal noch einmal ein Gebet für den langjährigen Weggefährten. Bürgermeister Paul Larue würdigte die Schaffenskraft Vosens, die er über Jahrzehnte seiner Stadt Düren geschenkt habe: „Er hat die Stadtentwicklung entscheidend geprägt.

Dafür verdient er Dankbarkeit und Respekt.” Vosen sei ein Macher mit Ecken und Kanten gewesen. Seine Politik habe er stets an den Anliegen der Menschen orientiert. Bekanntermaßen sei der Spaten wegen der vielen angestoßenen Bauprojekte das Markenzeichen Vosens gewesen. Larue: „Aber er hat sich auch mit Leidenschaft für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt eingesetzt.”

Europaweit habe sich der frühere SPD-Bürgermeister Anerkennung erworben. Nicht zuletzt durch die Betreuung der bosnischen Flüchtlinge bis hin zur Rückführung in ihre Heimat. „Am liebsten bestimmte der Jupp selbst”, so Larue, „doch er war ein Demokrat durch und durch, der Freunde über alle Parteigrenzen hinweg gewonnen hat. Man musste ihn einfach mögen.”

Deshalb vermisse man ihn jetzt auch so sehr. Larue: „Die Dürenerinnen und Dürener verneigen sich vor Josef Vosen und danken ihm von Herzen.”
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