Düren - Lesermeinung: Die Zustände in den Parks

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Lesermeinung: Die Zustände in den Parks

Von: Ottmar Hansen
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Na denn Prost! Die Dürener Pa
Na denn Prost! Die Dürener Parks locken nicht immer mit idyllischen Ansichten. Hier im Adenauerpark liegen leere Bierflaschen aus einer Parkbank - in unmittelbarer Nähe eines Mülleimers. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Wer sich in Düren mit dem Thema Stadtentwicklung auseinandersetzt, der muss natürlich auch den Ist-Zustand betrachten. In einem Punkt haben wir auf Anregung unserer Leser genauer hingeschaut: Düren ist die Stadt der Parks. Zahlreiche Grünflächen lockern das Stadtbild auf, aber die wollen auch sauber gehalten werden.

Bei einem Rundgang stellten die „DN” fest: Grundsätzlich sind die Parks gepflegt, wenn auch noch die eine oder andere „Baustelle” bleibt. Die Pflanzen in den Parks sind geschnitten, die Abfalleimer geleert. Da gibt es kaum einen Grund zu Kritik. Eine Besonderheit ist der kleine Langemarckpark an der Josef-Schregel-Straße.

Bäume und ein kleiner Kinderspielplatz laden zum Verweilen ein. Aber man sieht beim Blick auf Bänke und Boden auch: Hier wird gerne Kölsch getrunken. Kronkorken von Bierflaschen, Likör-Fläschchen und demolierte Feuerzeuge wurden von gewissen Zeitgenossen in der Gegend verteilt.

Während des Besuches durch die „DN” rückt eine Arbeiterkolonne des Grünflächenamtes an, um für Sauberkeit zu sorgen. Doch so schnell können die Arbeiter nicht fegen, wie die Fläche wieder vermüllt wird. Ein Gummiband zum Absperren der Venen lässt schon vermuten, was sich in diesem Park abspielt. Wer die kleine Beton-Treppe hinter der Bank empor steigt, findet denn auch gleich etliche benutzte Spritzen von Drogenabhängigen auf dem Boden. Eine Plastikplane ist ein Zeichen dafür, dass die Junkies hier schlafen, nachdem sie sich den „Schuss” gesetzt haben. Das Problem: Für diesen Bereich des Bahndamms ist nicht das Dürener Grünflächenamt zuständig, sondern die Deutsche Bahn. Sarah Fuchs-Hartung, Abteilungsleiterin Grünflächenunterhaltung beim Dürener Servicebetrieb: „Wir haben das Gebüsch schon öfter selbst sauber gemacht, aber eigentlich dürften wir das gar nicht, weil es der Bahn gehört.” Auf Anfrage der „DN” versprach nun aber auch die Bahn, an besagter Stelle für Ordnung zu sorgen. Im Adenauerpark treffen sich eher Alkoholsüchtige, wie die leeren Bierflaschen auf einer Sitzbank vermuten lassen. Es riecht nach Fusel. Aber ansonsten ist der Park sauber, der Spielplatz für die Jüngsten ist prima. Alter Baumbestand lädt zum Flanieren ein.

Das eine oder andere Loch im Teerweg könnte geflickt werden. Ein Problem ist der kleine Ententeich, der derzeit leer ist. Fuchs-Hartung: „Der Teich ist undicht. Derzeit werden Angebote für eine Sanierung mit Dichtschlamm eingeholt.” Im Heuss-Park stört derzeit vor allem der Blick auf die Stadthallen-Ruine. „Ich freue mich aber über jedes Fleckchen Grün”, versichert Petra Ruiz-Lugo, die die Strahlen der Herbstsonne zu einer kurzen Pause auf einer Bank nutzt.

Von zwei Bänken sind nur noch die Stempel übrig. Diese Bänke seien bewusst nicht repariert worden, sagt Fuchs-Hartung. Etwas versteckt hinter der Stadthalle seien diese Sitzgelegenheiten von Drogenabhängigen genutzt worden. Für Kinder bietet der Park lediglich ein einsames Schaukelpferd. Zudem muss man sich vor den vielen Hundehaufen hüten.

Über die angekündigte Reparatur der Brücke im Holzbenden-Park haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Wer von der Rütger-von-Scheven-Straße in den Park gelangt, passiert eine Brennnesselfläche. Diese sei nicht Zeichen von mangelnder Parkpflege, sondern so gewollt, betont Fuchs-Hartung. „Die Brennnesselwiese ist Zufluchtsort für Kleintiere und Schmetterlinge.” Auch in diesem Park finden Kinder zahlreiche Spielmöglichkeiten. Für den Willy-Brandt-Park sprechen vor allem die schönen Platanen und die Nähe zur Rur. Auf Eigeninitiative der Anwohner wurden im Nordpark zahlreiche Trimm-Geräte für Senioren aufgestellt. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Geräte möglichst lange von Vandalismus verschont bleiben. Ansonsten macht auch dieser Park einen gepflegten Eindruck.
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